Kammern fordern den Bau der S 4 zwischen Hamburg und Ahrensburg

15. Oktober 2009 | 04:40 Uhr | Von st

Jorkisch

"Die Trennung der Gleise für langsame und schnelle Züge ist dringend notwendig." Die IHK Hamburg und Lübeck fordern eine schnelle Lösung.

Ahrensburg. Die Handelskammer Hamburg und die IHK zu Lübeck haben ihre jeweiligen Landesregierungen aufgefordert, die Schienenverbindung zwischen Hamburg und Lübeck schnellstmöglich auszubauen. In einem gemeinsamen Schreiben weisen die

Kammern auf die dringende Notwendigkeit zum Bau zweier zusätzlicher und separater S-Bahn-Gleise für die S4 hin. "Ein leistungsstarker ÖPNV ist für einen Wirtschaftsstandort von entscheidender Bedeutung. Für Hamburg ist neben der Stadtbahn ein Engagement für den Bau der S4 vorrangig", betont Frank Horch, Präses der Handelskammer Hamburg.

Heute ist die Strecke zwischen Hamburg und Lübeck durch regelmäßige Behinderungen, Verspätungen und Zugausfälle gekennzeichnet. Perspektivisch wird sich diese Situation noch weiter verschärfen: Das Gebiet entlang dieser Strecke weist die höchsten Wachstumsraten der gesamten Metropolregion auf. Das trägt zu einer stärkeren Nachfrage im Schienennahverkehr bei. Außerdem werden mit der festen Querung über den Fehmarnbelt ab 2018 die Güterverkehre nochmals deutlich zunehmen. "Die Strecke Hamburg - Lübeck ist eine bedeutende Wirtschaftsachse", sagt Bernd Jorkisch, Präses der

IHK zu Lübeck. "Die Kapazitäten der Schienenstrecke zwischen Hamburg und Lübeck müssen zeitnah ausgebaut werden, um auf die wachsenden Verkehrsmengen durch die Fehmarnbelt-Querung vorbereitet zu sein." Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung rechnet mit 80 zusätzlichen Güterzügen pro Tag auf dieser Strecke.

Die Mehrverkehre können durch die bestehende Trasse, die bereits heute an ihre Kapazitätsgrenze stößt, nicht abgewickelt werden. Einzig der Bau zweier zusätzlicher S-Bahn-Gleise für die S4 zwischen Hamburg-Hasselbrook und Ahrensburg-Gartenholz verspricht Abhilfe. Auf separaten Gleisen kann die S4 dazu beitragen, die schnellen und langsamen Verkehre auf der Strecke zu entzerren. Dadurch werden Behinderungen abgebaut, erhebliche Kapazitäten für den Wirtschaftsverkehr geschaffen und neue Räume für einen attraktiven schienenbezogenen Personennahverkehr erschlossen.

Die Handelskammer Hamburg und die Industrie- und Handelskammer zu Lübeck haben eine gemeinsame Erklärung verabschiedet, in der die Landesregierungen aufgefordert werden, die politischen Grundlagen für den Bau der S4 zu schaffen.

www.hk24.de


 

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