Ulsnis

Künstler braucht Stahl für Riesenplastik

22. August 2011 | 04:40 Uhr | Von Claus Kuhl

„Der Riese von Ulsnis“ wird das neue Wahrzeichen der Gemeinde, davon sind Bürgermeisterin Heidrun Karaca (v.li.), Künstler Andi Feldmann und Kulturausschussvorsitzender Wolfgang Schattke überzeugt. Foto: Kuhl

Andi Feldmann will Skulptur nach Ulsnisser Legende erschaffen / Gesucht werden Sponsoren, die das Vorhaben auch finanziell unterstützen

Ulsnis. Der Ulsnisser Kulturausschuss ist ständig auf der Suche nach Kunstwerken, die zur Charakterisierung und Verschönerung der Gemeinde beitragen. In einem Projekt des Ulsnisser Künstlers Andi Feldmann soll die Entstehung des Dorfes, wie sie eine Legende wiedergibt, mit dem "Riesen von Ulsnis" thematisiert werden (siehe Info-Kasten).

Beim Kulturtag der Gemeinde stellte Feldmann ein 85 Zentimeter großes Modell einer Plastik vor, die später einmal 3,50 Meter hoch werden soll. Sie zeigt den Riesen in Wurfpose mit einem Felsbrocken über dem Kopf. Das Endprodukt wird vollständig aus Stahl bestehen, dessen Oberfläche anfangs rosten soll und später versiegelt wird. Lediglich der Felsbrocken wird aus statischen Gründen mit leichterem Kunststein realisiert. Denn auch so wird die Figur etwa 1,5 Tonnen wiegen und ein gut berechnetes Fundament benötigen.

Als Standort für die Plastik ist ein zentraler Punkt im Ort angedacht oder vielleicht auch die Gemeindewiese am Anleger. Der Kulturausschuss ist für weitere Vorschläge dankbar.

Auch ist die Frage der Finanzierung noch offen, die durchaus in den fünfstelligen Bereich gehen kann. "Die Gemeinde wird sich bei diesem Kunstwerk lediglich darum kümmern, ob, wie und wo es aufgestellt wird", erklärte Kulturausschussvorsitzender Wolfgang Schattke. Die Finanzierung werde eine private Initiative bleiben. Doch hätten sich bereits Sponsoren gefunden die bisher 1900 Euro spendeten. Als Anreiz sollen alle Sponsoren auf einer Tafel am Kunstwerk verewigt werden. Außerdem wird der Sponsor mit dem höchsten Beitrag das Modell erhalten. "Diese Form der Finanzierung wird dann vielleicht als Ulsnisser Versteigerung in die Geschichte eingehen", erklärte Bürgermeisterin Heidrun Karaca, die auch die Bildung von Gruppensponsoring anregte.

"Ich muss mich erst einmal mit dem Gedanken anfreunden, dass ich meine Idee wirklich realisieren darf", meinte Künstler Feldmann. Er hätte die letzten Nächte kaum geschlafen, weil er in Gedanken die Plastik bereits gebaut habe. Dabei seien ihm Detailideen gekommen, wie Flecken auf der Kleidung oder ein Zeh, der aus einem der im Endmaß 52 Zentimeter langen Schuhe hervor schaut.

Doch das größte Problem bereitet ihm die Materialbeschaffung. Denn sein Basismaterial ist Schrott. Und für die Figur benötigt er vor allem große dickwandige Behälter und Rohre aus Stahl. Wer solche Materialien abzugeben hat oder weiß, wo derartige Gegenstände liegen, kann sich melden. Ansprechpartner ist Wolfgang Schattke, 0 46 41 / 98 82 32.


 

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