Demo gegen CCS

Menschenkette gegen Kohlendioxid-Einlagerung

07. November 2009 | 13:39 Uhr | Von lno

Etwa 800 Menschen bildeten eine Menschenkette von Leck nach Stadum. Foto: Natalia Kirschner

Bild 1 von 3
Von Leck bis ins sechs Kilometer entfernte Stadum - Nordfriesland hat mit einer Menschenkette gegen eine mögliche CO2-Einlagerung protestiert.

Rund 2000 Menschen haben am Sonnabend aus Protest gegen eine mögliche Einlagerung von Kohlendioxid eine Menschenkette zwischen den Ortschaften Leck und Stadum (Kreis Nordfriesland) gebildet. Das teilte die Polizei in Harrislee mit. Die Demonstranten wehren sich mit ihrer Aktion gegen Erkundungsarbeiten und Überlegungen des Konzerns RWE-DEA, in porösen Gesteinsschichten im Nordwesten Schleswig-Holsteins in 1200 Metern Tiefe Kohlendioxid aus Kohlekraftwerken einzulagern. Die Gefahren und Risiken seien nicht erforscht; zudem bedeute die Einlagerung den weiteren Ausbau der fossilen Kraftwerkstechnik und nicht die nachhaltige Umgestaltung der Energiepolitik.

Bilder von der Menschenkette

Waren Sie dabei und haben Fotos gemacht? Senden Sie uns Ihre Aufnahmen von der Menschenkette an onlineredaktion(at)shz.de.


 

Leserkommentare

 
MAKROKRIEGER 07.11.2009 15:54
Wollt ihr alle von Transferleistungen leben?

Hallo

Kinders nu gebt doch wenigstens mal eine chance. Von jedem acker und vor allem weide und das ganz besonders in norddeutschland steigt CO2 auf.
In gebieten die mal moor gewesen sind sogar extrem. Also quasie fast die gesammte deutsche tiefebene.
Das koennen bis zu 1,5 tonnen CO2 je hektar und jar werden.

Selbst wenn sich das eingelagerte gas irgendwann mal an die oberflaeche an die oberflaeche durcharbeitet koennen sich auf freiem feld keine konzentrationen bilden die gesundheitschaedlich sind. Und giftig ist es auch nicht.
Also kommt es an einigen stellen zu solchen durchbruechen gelangt es halt an die luft. DAs haette es aber auch getan wenn es nicht eingelagert worden waere.

Es geht bei den geforderten gesteinsschichten, die hier erwaehnt wurden, auch gar nicht darum das sie dicht sind. sondern das sie calciumhydroxid an das umliegende grundwasser abgeben. Da CO2 ein sehr gute Wasserloeslichkeit mit etwa 1700mg/liter hat (zum vergleich: Sauerstoff hat nur 9mg/l) wird das eingeleitete CO2 unter dem hohen druck sofort in loesung gehen.
Nun faellt es mit dem calciumhydoxid aus dem grundwasser als calciumcarbonat aus. Also Kalk!!!
Dieser Kalk hat also das CO2 in der erde gebunden und es somit als klimaschadgas der atmosphaere entzogen.
Und ich mag nicht verstehen was an kalk in 2000m tiefe oder noch tiefer schlecht sein soll.

Aber es ist wie es ist, es gibt immer menschen die nach dem motto verfahren" wir sind erst mal dafuer das wir dagegen sind"
Aergerlich aber damit muss man wohl leben.

KAI B. 07.11.2009 17:34
Wir müssen nicht von Transferleistungen leben!

@Makrokrieger@Nanokrieger@Erksen
Was Sie jetzt mehrfach nahezu wortgleich unter den o.a. Pseudonymen hier einstellen, habe ich noch nirgendwo sonst gelesen oder gehört, obwohl ich mich schon länger und intensiv mit der Problematik der Einlagerung von CO2 unter der Erde beschäftige.
Glauben Sie im Ernst, daß wir es aufgrund Ihrer "Theorie" mal versuchen sollten Milliarden(!) von Tonnen mit Rückständen aus der Kohleabscheidung verseuchten CO2 unter unseren Lebensraum zu pumpen.
Was machen Sie eigentlich, wenn Ihr "Projekt" schief geht und Regionen unbewohnbar werden, tausende Menschen sterben und das Grundwasser verseucht oder versalzen wird. Wären Sie wirklich bereit, und überlegen Sie es sich sehr gut, dafür die Verantwortung zu übernehmen?
Zumal wir diese Technik überhaupt nicht benötigen, weil der Umstieg auf erneuerbare Energien, auch ohne diese sogenannte "Brückentechnologie", möglich ist, wie Studien des Umweltbundesamtes, der Deutschen Umwelthilfe und der Stellungnahme des Sachverständigenrates für Umweltfragen zu entnehmen ist.
Also sind wir auch nicht "mal dafür, das wir dagegen sind", sondern wir sind für den Umbau der Energieversorgung auf dezentral, flexibel und erneuerbar und zwar jetzt.

Und von Transferleistungen müssen wir auch nicht leben, denn wir können hier Arbeitsplätze ohne Ende schaffen, wenn wir unsere Resource Wind ausreichend ausschöpfen. Es gilt nach meinem Kenntnisstand als erwiesen, daß der in großen Windkraftanlagen produzierte Strom günstiger sein wird als Kohlestrom mit CCS.
Da wo ich wohne, ist z.B. die Akzeptanz für die Erzeugung von Windstrom sehr hoch, die Bürger warten darauf, daß die Quote der Windkrafteignungsflächen vom Land erhöht wird.

PETER GOTTWALD 07.11.2009 17:46
Herr Krieger

Sie mißverstehen was ... die Menschen hier wollen eben nicht von Transfereleistungen leben, weder monetäre noch der Transfere von CO² aus ineffizienten und technisch völlig überholten Kohlekraftwerken aus NRW.

Im übrigen, wenn Sie sich schon an chemische Darstellungen trauen, tun Sie sich einfach den Gefallen und erkundigen Sie sich erstmal was denn so tatsächlich passieren kann. Ich empfehle Ihnen mal die Veröffentlichung der Wasserverbände SH`s zu lesen, z.B. hier: www.wv-nord.de/fileadmin/documents/WASSERZEITUNG_OKT_09.pdf
Sie werden feststellen, daß die Menschen, die sich hier äußern nicht unbedingt der BI zuzurechnen sind und durchaus fachlich qualitativ wesentliche Aussagen machen.

Zuletzt sollten Sie sich vor Augen führen, daß die Menschen hier auch nicht von Transfereleistungen Trinkwasser aus anderen Gebieten leben wollen, nur weil es hier kein Trinkwasser mehr gibt.

Die Frage die zu stellen erlaubt sein muß ist doch, warum soll hier der Dreck der von anderen produziert wird eingelagert werden, nicht weil der Dreck notwendig wäre, sondern weil mit dem Dreck Geld verdient wird ... was logisch ... natürlich nicht transferiert wird ...

HOLGER SIERK 08.11.2009 12:51
soviel daztu - mal so überregional gesehen/gekotzt

...co2 "einsparen" in allen ehren - aber:

... politisch-grünes-umweltbewußtseinsgeheuchel und die mär von der klima- und weltrettung.

...wenn man sowas dagegen hält//wird anscheinend völlig ausgeblendet:
Zitat:
"Fußballfeldweise (wohl ca 30stück) wird täglich tropischer Regenwald verbrannt.
Das setzt so viel CO2 frei, wie Millionen von Langstreckenflügen.
Forscher appellieren:
Nur wer den Wald rettet, kann das Klima retten."
das war ein artikel von 2007 ... www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,482818,00.html
...kein wunder das man auf die idee kommt co2 einsparen zu wollen - denn "wir" brauchen ja die palmöl, soja, holz und papierzellstoff-industrie (ich nicht)

www.youtube.com/watch
www.youtube.com/watch ...ein affe oder ein forscher ?
(das filmchen erinnert mich an schleswig-holstein - hier war auch mal ein urwald - und das selbe bewußtsein ist wohl immer noch am arbeiten = "dtland, dtland über alles")

und noch was:

...und da hört man dann im nachrichtenblock, daß der klimagipfel in kopenhagen wahrscheinlich nicht viel bringen wird
....außer:
das ständig selbe geseier, daß man ja alles versucht habe und man sich auf den kleinsten gemeinsamen nenner geeinigt habe aber eigentlich alle ganz zufrieden sind ...blabla

dabei sind sie sich auf den bilderberg-familientreffen immer so schön einig.

...als ob man nicht in der lage wäre mal eben bestimmte wirtschaftszweige (zum beispiel die regenwaldindustrie) vom globalen finanzmarkt abzukoppeln/abzuschneiden/auszublenden/abzuspalten
..., dann tut´s eben mal weh. ...,

und schöne grüße von "Wilhelm Busch und Krischan mit der Piepe" (1864)
und ichw erde nicht müde das nochmal zu erwähnen:
www.waldorfschule-oberursel.de






PS:
wenn S-H der kopf von d-land wäre
...da furz ich doch lieber, bevor ich das gas im kopf hab
www.vulture-bookz.de/imagebank/Karikaturen/pages/1887~Das_heutige_Europa_(Nebelspalter).html

HOLGER SIERK 08.11.2009 13:17
http://giesshuebel.de/951kanone24.jpg

..., liebe hohe und geheime politik/wirtschaft schon mal auf die idee gekommen ernst zu machen? den raubbau zu stoppen?...bewußtsein radikal verändern?

vllt sinnvoller als die menschen, hier, mit so einem unsinn wie der co2-speicherung zu "beschäftigen".
KLIMA RETTEN ...aber:
die zerstörung/umbau/umstrukturierung/umverteilung der erde geht munter weiter.

und dann schauen sie hier bitte noch einmal hinein:
www.youtube.com/watch

...und jetzt hätte ich gerne ein aufmunitioniertes artillerieregiment zur freien verwendung - und ich kann ihnen versichern, daß ich nicht auf spatzen schieße. sogenannte (friedens-)tauben auf dem dach kann ich nämlich nicht leiden, das gilt auch für "weiße" baumwolle und weiße häuser:
www.youtube.com/watch

und die medien überschwemmen die kanäle mit co2-dünnschiss....aber das ist ja "absicht"/MANTRA

..und wann gehen sie wieder "baumwolle" kaufen ??
gehen sie mal bitte was vernünftiges essen - nehmen sie bitte ein anderes MANTRA:
www.youtube.com/watch
...kaufen sie hanfkleidung ...wenn möglich.
... kaufen sie nicht beim jüden. ...sie dürfen das verstehen wie sie wollen.

aber das ist die ideale mischung - contra:
www.randau-valley.de/html/body_artilleriedrill.html - pflegeleicht.

ULI FRIESE 08.11.2009 16:18
Und nun?

Denen da oben zu zeigen, dass die Menschen hier wachsam sind, nach wie vor - nun gut.
Am 26. Februar in diesem Jahr gab es eine Menschenkette der Ant-Atomkraft-Bewegung, ausgeführt als Lichterkette. Und das über 52 Kilometer. Einen Eidruck gibts bei www.youtube.com/watch
Und nun?
Die Verlängerung der Laufzeiten der Atommmeiler kommt dennoch. Die da oben interessieren sich nicht mehr für so eine Demo, wie für eine Fliege, die da in deren Suppe geraten ist. Bleibt Demonstrationsromantik, man hat was getan. Auch ganz schön. Und sonst?



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