Zahlreiche Verletzte
Schreckensfahrt auf Helgoland-Katamaran
Die "Polarstern" war auf dem Weg von Helgoland nach Emden. Bei starkem Seegang zwischen Helgoland und Norderney riss die Bugreling aus ihrer Verankerung und zerschmetterte die Panoramascheibe des Schiffes. "Die Wellen waren bis zu 2,50 Meter hoch", beschreibt Jörg Lobeck von der Wasserschutzpolizei Emden das Ausmaß des Seegangs.
Ebenso wie die anderen Rettungsdienste erreichte der Alarm kurz nach 20 Uhr den ADAC-Rettungshubschrauber "Christoph 26" im friesischen Sanderbusch bei Wilhelmshaven. "Weil wir nicht genau wussten, wie weit der Katamaran noch auf See war, sind wir mit einer Winde gestartet, um notfalls Verletzte über ein Seil an Bord ziehen zu können", berichtet Notarzt Matthias Ruppert (40). Als die Maschine vom Typ BK 117 eine gute halbe Stunde später vor Borkum eintraf, war die "Polarstern" nur noch zehn Minuten vom Hafen entfernt.
Drei Schwerverletzte nach Emden geflogen
Drei Personen wurden bei dem Unfall durch Glassplitter schwer verletzt. Sie wurden nach der Ankunft des Katamarans im Hafen von Borkum gegen 21 Uhr mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum Emden geflogen. Über den Gesundheitszustand der Schwerverletzten konnte die Polizei noch keine Angaben machen.
Darüber hinaus mussten fünf Menschen in Borkum stationär aufgenommen und 16 weitere ambulant versorgt werden. Die Verletzten, unter ihnen auch einige Kinder, erlitten überwiegend Schnittwunden und Prellungen.
Ermittlungen laufen in alle Richtungen
Die übrigen rund 350 Fahrgäste wurden mit einer Sonderfähre von Borkum weiter nach Emden gebracht. Der Katamaran "Polarstern" lief gegen Mitternacht zur Reparatur im Emdener Hafen ein. "Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen", sagt Wasserschutzpolizist Lobeck. Es werde geklärt, wie sich die Schiffsführung zum Zeitpunkt des Unglücks verhalten hat.
Zur genauen Unfallursache konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Derzeit liefen die Ermittlungen. Auch bei der Reederei AG Ems war man nach Angaben einer Sprecherin noch damit befasst, "sich über die allgemeine Sachlage zu informieren". Es fänden Gespräche mit Kapitän und Besatzung statt. Zur genauen Unfallursache konnte auch sie noch keine Angaben machen.
Info: Katamaran "Polarstern"
Der Katamaran "Polarstern" der Reederei AG Ems wurde im April 2001 getauft. Die Fähre mit Platz für mehr als 400 Passagiere läuft die Inseln Helgoland, Borkum, Norderney und die Stadt Emden an. Heimathafen ist Borkum. Die "Polarstern" ist 45 Meter lang, mehr als 12 Meter breit und hat einen Tiefgang von 2,06 Metern. Sie erreicht eine Geschwindigkeit von 42 Knoten, das entspricht mehr als 70 Kilometern pro Stunde. Gebaut wurde die Fähre in Australien.
Leserkommentare
Auch ein Seebäderschiff der ältern Generation, kann bei ein ungünstiger Welle Problem bekommen, wenn diese alten Schiffe wie z.B. die MS "Wilhelmhaven" die wäre bei dieser Wetterankündigung schon garnicht mehr nach Helgoland gefahren,
auf gut Deutsch gesagt: "Die Landraten hätten uns den Dampfer voll Gekotzt". Ich selber bin schonmal in diese Vergnügen gekommen mit der MS "Frisia III", wir sind zwar Hin gekommen und auch wieder zurück, aber der Gestank im Schiff war Unerträglich und danach wurde auch bei einer Bestimmten Wetterlage nicht mehr nach Helgoland gefahren, das ist den Landraten nicht zu zumuten.
Selber bin ich auch damal mit dem größten Katamaran "Cat NO1" gefahren und das nicht nur nach Helgoland sonder auch auf dem Rhein vor Düsseldorf und ich bin Überzeugt das dass z.Z. die Modernsen und Sichersten Schiffe die es gibt.
Vielleicht sollten die Kapitäne der Weißen Flotte mal ehr auf die Vormänner der DGzRS achten, den wenn die von Ihre seeposition in den Sichern Hafen fahren dann solle man lieber mal Überlegen das man ein fahrt mit Landraten sein lässt.
Unglücke sind nun mal Ereignisse die nicht passieren sollten, die in allen Lebensbereichen täglich vorkommen, traurig aber es ist nun mal so. Gleich wieder den so Typisch deutschen Finger zu heben nach dem Motto ich hab es immer schon geahnt ist absolut unangebracht. Schade um jeden Verletzten!!! Ich werde auf jeden Fall wie schon mehere male mit dem Katamaran nacvh Helgoland fahren . Auch auf den sogen. Bäderschiffen sind beim Ausschiffen schon sehe viele Unfälle geschehen( Knochenbrüche, Prellungen usw. ) Alles Gute den Verletzten
Katamarane sind bauartbedingt nur eingeschränkt hochseeetauglich. Im Grunde passiert ja sehr selten etwas, aber um den Preis, dass die Dienste auch in der Sommersaison bei etwas rauherem Wetter eingestellt werden müssen. Dass unter schlechten Bedingungen auch mal ein Salonfenster zu Bruch geht, habe ich - wie andere sicher auch -im Winterdienst der guten alten "Seuten Deern" schon persönlich erlebt. Die Frage ist eher, was "rauhe Bedingungen" sind. Eine Wellenhöhe von "bis zu 2,50m" ist eigentlich "nix", das müsste eigentlich auch die Seereling eines Kats vertragen. Bedauerlich ist natürlich, dass in diesem Fall der Personenschaden doch recht erheblich war. Gab es das schon jemals zuvor im Helgoland-Dienst? Schnelle Besserung für alle Betroffenen. Ich bleibe dabei: Für mich sind Kats keine attraktiven Schiffe.
Wie wäre es denn, wenn Passagiere sich auch einmal selbst rechtzeitig Gedanken machen würden. Eine Hochseefahrt ist kein Osterspaziergang in Blankenese.
Die Einschätzung einer Gefahrensituation obliegt einem doch auch selbst und käme zu dem Schluß: "Nein danke, bei dem Wetter mit dem Ding bitte nicht."
Gute Besserung für alle, die einen Schaden davontrugen.
Ich bin jetzt 13 un selber selber schon mit einem Seebäderschiff und mit der Polarstern nach Helgoland gefahren. Was mir Augefallen ist, das es auf dem Seebäderschiff EXTREM stank. Auf der Polarstern war Fast dem Gleichen Wetter, und es ging. Obwohl wir sie auch schon zur "HSC Kotzstern" umbennant haben.
Ich selber bin nun x-mal mit den Bäderschiffen und auch mit den Kats nach Helgoland unterwegs gewesen (fliege aber mittlerweile)... Natürlich kann immer mal was passieren - das steht außer Frage!!
Die Frage die sich die Reederei aber gefallen lassen muss:
1. Wußte der Kapitän von den Meldungen das die Messungen 2,7m aussagten?
2. Warum kann sich eine geschweißte Metallreeling bei "dem" Wellengang losreißen
3. Wurde das Schiff regular gewartet
Jeder der ein Auto hat weis das der TÜV auch mal was übersieht oder übersehen soll.. war das auch hier der Fall ("Das hält schon"...)... und wie hat der Kapitän reagiert "das passt schon"?!.. Daraus wurde eben sehr schnell "das passt nicht und es hält auch nicht"! Wenn dem so war - muss es konsequenzen für die Betroffenen geben.. Eine sachgerechte Verwendung und eine Einhaltung der Vorgaben hätte sicherlich dazu geführt das eben nichts passiert wäre (Außer das die Landratten die Papiertüten gefüllt hätten). Das sind dann wieder die Vorteile der deutschen Regelungswut...
Meine Meinung
Hallo,
ich war selbst auf dem Katamaran, habe alles live miterlebt. Ich bin vorher und auch schon danach sehr oft mit einem Schiff gefahren (auch auf der Nordsee), aber soetwas habe ich noch nie erlebt. Wenn ich gewisse Kommentare von Leute hier lese die nicht dabei waren, dann könnte ich gerade wieder kotzen.
Ich habe nicht viel Ahnung von der Seefahrt und ich kannte vorher den Katamaran nicht, also kann ich auch nicht wissen, daß der Katamaran für solche Witterungen ungeeignet
ist. Woher auch?? Davon abgesehen, die Hinfahrt war sehr schön und ruhig. Jetzt bin ich auch schlauer und werde nicht mehr in Nordsee-Katamaran einsteigen.
Ich finde, es gibt Leute die sollten ihre Kommentare lieber für sich behalten.
1. die AG Ems ist wissend - sie hat keine Grundlage um Helgoland anzufahren.
2. warum, weil Helgoland State Kingdom of Marduk seit 15.12.2004 wurde
3. um Helgoland eine 24 sm Zone ist, die Staatsgebiet des Kingdom of Marduk ist.
4. Dies das AG Emden, Staatsanwaltschaft Aurich, GenSt Oldenburg wissend
5.Hier samt WSD Emden ihre kriminelle Machenschaften betreiben, die Wahrheit vertuschen - zurecht ein Rest noch weiterhin Klage erhebt, die Justiz aufzeigte dass sie Staat im Staat u. keine Rechts- Gesetzesordnungen kennt, und den Obergauner der AG Ems Dr. Bernhard Brons samt Kapitän derer kriminellen Handlungen deckt. gez. H.M. King Marduk I.
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Diese Unglück zeigt einmal mehr, daß es offenbar sinnvoll ist, auf einer Hochseeroute auch seegängige Bäderschiffe einzusetzen, wie es früher üblich war. Doch diese Schiffe ( MS Seute Deern, MS Atlantis, MS Roland von Bremen, MS Wappen von Hamburg) sind Geschichte und wurden durch schnelle "Schönwetterkatamarane" ersetzt. Das so etwas nicht lange gutgehen konnte, war eigentlich von Anfang an klar.
Hoffen wir auf schnelle Genesung aller Verletzten!