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Personen-Nahverkehr

Schönheitskur für Bahnhöfe

15. Mai 2009 | 04:00 Uhr | Von Willy-Peter Ström

Um zwei Ränge in der Bewertungsliste nach oben geklettert und auch auf der DB-Verschönerungsliste: der Bredstedter Bahnhof. Foto: Volkert Bandixen

Die Deutsche Bahn AG investiert in elf ihrer nordfriesischen Stationen. Neben der Auffrischung des Erscheinungsbildes sollen Informationssysteme der Haltepunkte verbessert werden.

Nordfriesland. Mit Geldern aus den aktuellen Konjunkturprogrammen will die Deutsche Bahn AG einige ihrer Stationen im Kreisgebiet auffrischen. St. Peter-Süd und St. Peter-Ording, Garding sowie Langenhorn sollen bessere Informationssysteme für Reisende bekommen. Außerdem ist vorgesehen, das Erscheinungsbild dieser vier Haltepunkte zu verbessern. Weiter auf dem Plan der Bahn: Der Wetterschutz in Westerland soll optimiert werden. Und für Bredstedt, Friedrichstadt, Keitum, Klanxbüll, Morsum und Tönning sind ebenfalls Investitionen in die Kunden-Informationssysteme vorgesehen.

Im Winter 2008/2009 hat das Stationsbüro Schleswig-Holstein im Auftrag der Landesweiten Verkehrsservicegesellschaft wieder einmal alle Bahn-Stationen zwischen Nord- und Ostsee unter die Lupe genommen. Unter den 22 mit "sehr gut" bewerteten Haltestellen waren fünf aus Nordfriesland: Süderlügum, Uphusum, Niebüll (NEG), Dagebüll-Kirche und Tating. Bis auf die Eiderstedter Station werden alle Spitzen-Bahnhöfe des Kreises von der privaten Norddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft (NEG) betreut.

Gardinger Bahnhof rutschte ab

"Gut" schnitt die überwiegende Zahl der nordfriesischen Bahnhöfe ab: von Morsum im Norden bis St. Peter-Ording im Süden. Nur Niebüll (DB), Langenhorn, Bredstedt, Westerland und Keitum bekamen die Note 3. Während sich Bredstedt (vorher mangelhaft) und Tating im Vergleich zur Sommer-Bewertung 2008 um zwei Ränge nach oben arbeiten konnten und Friedrichstadt sowie Süderlügum und Uphusum jeweils um eine Note zulegten, rutschte Garding ab und bekam nur noch ein "Ausreichend". Bei allen anderen Bahnhöfen zwischen dänischer Grenze und Eider tat sich nichts. Sie behielten ihre Noten.

Für das Verschönerungsprogramm der DB-Bahnhöfe stehen landesweit sechs Millionen Euro zur Verfügung. 107 Maßnahmen auf 60 Bahn-Stationen sollen davon bezahlt werden - grob gerechnet im Schnitt 56.000 Euro pro Einzel-Projekt. Mit den Investitionen in die Ausstattung von elf Halte-Stationen an den Linien nach Westerland und St. Peter-Ording wird ein Problem nicht gelöst: das des Vandalismus. Allein auf der Linie durch Eiderstedt mussten zuletzt für 10.000 Euro Zerstörungsspuren beseitigt werden. In Bredstedt hat die Bahn versucht, dem Problem mit Baumaßnahmen entgegenzuwirken: Glaswände wurden durch Bleche ersetzt. Bei den Kontrollen fielen den Kontrolleuren des Stationsbüros nur auf DB-Bahnhöfen Vandalismus-Relikte ins Auge. NEG-Haltestellen waren in Ordnung.

Rahmenplan

Heute präsentiert die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft Schleswig-Holstein (LVS) von 9 bis 14 Uhr im Foyer des Husumer Kreishauses den neuen Nahverkehrsplan (LNVP) des Landes. Der LNVP enthält die Rahmenplanung für den öffentlichen Nahverkehr bis 2012. Interessierte erhalten den neuen Plan am LVS-Stand und dürfen Mitarbeitern der LVS Fragen stellen. Die LVS erstellt den Nahverkehrsplan alle fünf Jahre im Auftrag des Landes.


 

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