Hamburg

Betrieb am Flughafen normalisiert sich

22. April 2010 | 07:48 Uhr | Von dpa / shz.de

Am Dienstag sind auf dem Flughafen Hamburg mehrere Maschinen gestartet und gelandet. Foto: rtn

Nach der Freigabe des norddeutschen Luftraums am Mittwochmorgen soll sich der Betrieb am Hamburger Flughafen heute normalisieren. Am Mittwoch waren noch rund drei Viertel aller geplanten Flüge abgesagt worden.

Nur 114 von 470 geplanten Flügen konnten demnach durchgeführt werden. Alle Fluggäste sind aufgerufen, sich auf der Internetseite des Hamburger Airports über die laufend aktualisierten An- und Abflüge zu informieren.

Bereits in der Nacht landeten zwei Maschinen aus Zürich (Schweiz) und Fuerteventura (Spanien), wie Flughafen-Sprecherin Katja Tempel bestätigte. Bis 8 Uhr starteten acht Maschinen, vier Flugzeuge landeten. Die Mehrheit der regulären Verbindungen für den Vormittag wurde jedoch gestrichen. Bis zur Normalisierung des Flugplans sind weiterhin Einschränkungen im Flugbetrieb zu erwarten.

Auf dem Flughafen Lübeck ist am Mittwoch der Flugbetrieb langsam wieder in Gang gekommen. Am Nachmittag sollte eine planmäßige Maschine aus Danzig in Lübeck landen und 25 Minuten später wieder in Richtung der polnischen Hafenstadt abheben, sagte eine Flughafensprecherin. Von Donnerstag an sollen auch alle Ryanairflüge wieder planmäßig starten und landen. Zunächst hatte der irische Billigflieger alle Flüge über Nordeuropa bis Donnerstag, 13 Uhr gestrichen.

Reisende sollten sich informieren

Im Internet empfiehlt der Hamburg Airport den Passagieren, sich vorab über ihre Flüge zu informieren und frühzeitig zum Flughafen zu kommen. Bei Fragen zu Verspätungen, Ausfällen oder Umbuchungen sollen sich die Passagiere direkt an ihre Fluggesellschaft wenden.

Trotz der Sperrung des deutschen Luftraums wegen der isländischen Aschewolke waren schon am Dienstag etliche Maschinen auf dem Hamburger Flughafen gestartet und gelandet.

Erste Flüge schon am Dienstag

Bis zum Dienstagmittag gab es 17 Abflüge zum Beispiel nach Mallorca (Spanien) und 19 Ankünfte aus Städten wie Hurghada (Ägypten) und Neapel (Italien). Bereits am Montagabend waren in Fuhlsbüttel je acht Maschinen gestartet und gelandet, teilte Flughafen-Sprecherin Katja Tempel mit. Auch um kurz nach Mitternacht landeten noch zwei Flugzeuge. Von 23 Uhr bis 6 Uhr gilt in Hamburg normalerweise ein Nachtflugverbot. Sobald sich die Aschewolke verzogen hat, will der schwarz-grüne Senat an zwei Tagen Flugverkehr rund um die Uhr erlauben, um den Stau abzuarbeiten.

Falls es dennoch eng werden sollte, bot Lübeck seine Hilfe an. Da es für den Flughafen in Blankensee kein Nachtflugverbot gebe, habe man den Airlines angeboten, bei Bedarf auch dort zu landen, sagte Flughafen-Geschäftsführer Michael Lange.   

Die Mehrzahl der Flüge von und nach Hamburg fiel auch am Dienstag aus. Nur mit einer Sondergenehmigung durften die Maschinen im sogenannten Sichtflug starten.

Durcheinander der Reisenden

Aus Antalia (Türkei) landete am Vormittag eine Reisegruppe in Fuhlsbüttel, um dann mit Bussen weiter nach Berlin fahren. Mario Fejfar aus Köln, der sein Auto in der Hauptstadt stehen hat, kritisierte die Organisation des Reiseveranstalters: "Die haben Hamburger im Hotel gelassen - und dann schickten sie Berliner hierher." Rentnerin Ellen Mücke wusste gar nicht, dass sie über Hamburg reisen würde. "Wir sind froh, dass wir in Deutschland sind. Das ist ja eine Notsituation."

Joachim Ralph wollte am Dienstag nach Mallorca fliegen. Er hat vorgesorgt und außerdem noch Flüge für Donnerstag und Freitag gebucht. "Das ist Plan B und C. Plan A ist jetzt in Kraft." Die anderen Tickets werde er schon wieder los oder buche sie um, meinte er.


 

Leserkommentare

 
HANS-DIETER BAUM 19.04.2010 11:15
Flughafen Hamburg bleibt geschlossen

Jetzt warten alle auf Regen.
Die Flugverbote über Europa kosten täglich abermillionen Euro.
Warum setzt man keine Löschflugzeuge ein und besprüht die austretene Asche mit Wasser.
Die so im Wasser gebundene Ache könnte dann evtl. schon über der Nordsee absinken.

Löschflugzeuge gibt es jedenfalls in ausreinchender Zahl, wenn man diese Weltweit zusammen zieht.
Sollte es funktionieren, würde dann die Aschekonzentration möglicher Weise hier zu Lande geringer ausfallen.

Es wäre einen Versuch wert.

KARL-HEINZ LENZ 19.04.2010 11:55
hab ich nicht gewollt

Dass ich über übernatürliche Kräfte verfüge, war mir schon lange klar, aber so was hätte ich nicht gedacht: Genau zu dem Zeitpunkt als mir der Richter am Hamburger Finanzgericht erklärte, dass mein Prozess gegen die verfassungswidrige Steuerbefreiung von Flugbenzin verloren ist, brüllte der Vulkan in Island auf und machte dem Flugverkehr ein Ende! Tut mir leid Leute - ich wollte eigentlich nur eine gerechte Steuer für alle Verkehrsteilnehmer. Kalle von kalleskoppel.de

WOLFGANG 19.04.2010 12:17
Wenn es für diese Idee genug Löschflugzeuge gäbe,

dann gäbe es in Kalifornien und sonstwo keine wochenlangen Waldbrände. Ich finde beim shz auf die Schnelle keine Karte o.ä., aber die Aschewolke ist GROSS.
Aber die Idee hat einen gewissen Reiz, man müßte allerdings direkt am Vulkan ansetzen, da ist die Wolke noch greifbar und 'nur' ein paar hundert Meter hoch... also ran an die Pumpen ;)

GERHARD LAAS 19.04.2010 14:21
Alles Asche, oder was?

Hey Leute, alles Asche oder EU-Irrsinn? Bislang konnte keiner irgendwie die Asche messen, es gibt keine Meßgeräte dafür. Die Asche-Konzentration wird von einem englischen Institut am Computer errechnet. Kein Mensch weiß was dort überhaupt zusammengerechnet wird. Der Flughafen auf Island hat geöffnet, kann man lustig in alle Flieger steigen, in Skandinavien und Osteuropa auch. Die Leute die das Flugverbot verhängen haben nicht wirklich Ahnung von der realen Aschekonzentration und bezeichnen dies selber als eine ganz neue Erfahrung. Das kennen wir ja auch schon von der Bankenkrise - dort hatten die Banker auch keine Ahnung was sie taten, sie machten einfach. Globaliserung einmal neu erfunden.....

ULRICH LAURITZEN 19.04.2010 18:22
ich glaube diesen Quatsch sowieso nicht

Die Vulcanwolke exisitiert nicht. Der Verkehrsminister meinte, man kann sie derzeit nicht messen, weil ein Messflugzeug erst umgerüstet werden muß. Was für ein Blödsin. Es wird doch alles mögliche in der Luft gemessen. Warum sollte man plötzlich keine Vulcanasche im Himmel messen können? Wir werden mal wieder für blöd gehalten und die Mainstreammedien machen auch noch mit. Furchtbar. Gut, dass es dass Internet gibt, um sich zu informieren.

ANGELIQUE ROHRMANN 19.04.2010 19:18
Löschflugzeuge

Die Idee ist ja ganz witzig und eigendlich nicht schlecht, aber leider nicht ganz zuende gedacht. Das würde nehmlich ganz schön in die Hose gehen wenn es beim Vulkan gemacht wird weil dann entsteht eine Explosion durch Wasserdampf ( aus 1 Liter wasser entsteht 1700l wasserdampf) und diese Explosion ist um einiges häftiger als so ein spuckender Vulkan. Das einzige was uns jetzt hilft ist ganz einfach regen. nicht mehr und nicht weniger

NORBERT EGGERT 19.04.2010 19:29
@Lauritzen

Mal bescheidene Fragen:
1. in welcher Höhe soll sich die "Wolke/Asche" befinden und welche Messflugzeuge können diese Höhe erreichen?
2. In welcher Höhe vermuten Sie "Regenwolken"?

Biertischwissenschaftler erklären der Maus die Welt.

B. FEIL 19.04.2010 22:20
Und sie existiert doch ...

Inzwischen haben Schweizer Wissenschaftler die Aschewolke mit verschiedenen Methoden untersucht, siehe www.ethlife.ethz.ch/archive_articles/100419_Aerosolmessungen_tl/index

Dem Artikel der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ist zu entnehmen, dass die Aschewolke sehr wohl existiert. Sie kann von Satelliten aus verfolgt werden, jedoch war es bisher nicht möglich, Aussagen über die Dichte der Teilchen in verschiedenen Luftschichten zu machen.

Mit Hilfe von speziellen Messgeräten wurden nun die Aerosolgehalte in der Luft gemessen. Ergebnis: «Wir konnten in einer Höhe zwischen vier und fünf Kilometern einen besonders hohen Anteil an Vulkanaerosolen feststellen».

Ob das wirklich gefährlich für die Luftfahrt ist, weiß ich nicht.

Wie auch immer – in einem Punkt möchte ich Herr Lauritzen beipflichten: „Gut, dass es dass Internet gibt, um sich zu informieren.“ Man sollte es dann aber auch nutzen ... gut ist aber auch, dass Herr Lauritzen nicht unser Verkehrsminister ist.

KARL-HEINZ LENZ 19.04.2010 22:22
Blechvogelgrippe

Die Blechvogelgrippe geht zu Ende. Die Stallpflicht wird aufgehoben. Wir Hühnerzüchter durften bei der Vogelgrippe die Schäden allein zahlen. Für die Blechvogelgrippe kommt natürlich der Steuerzahler auf. Wie immer - alle Kohle für die Flieger. Keine Kerosinsteuer, keine KFZ-Steuer, keine Mehrwertsteuer, keine Energiesteuer, keine Kosten für die Zubringerautobahnen und U-Bahnen. Die Flugplätze zahlen wir und nun auch noch die Ausfälle der Fluggesellschaften. So sieht ein Unrechtsstaat aus! Kalle von kalleskoppel.de

KARIN KLUGE 19.04.2010 23:41
Am Aschermittwoch.....

...ist alles vorbei! Warten wir`s ab !

WIKI DER WIKINGER 20.04.2010 09:32
vor allem

...ich bin ich dafür "flüge" auf das zahlenmäßige niveau von vor 40 jahren zu bringen.
.....wegen "umweltschutz"/ klimawandel:

ZITAT:
die Zunahme der Treibhausgasemissionen des Flugverkehrs seit 1990 weltweit mit 50% (der des gesamten Verkehrssektors hingegen nur um 23,9%). Der Flugverkehr ist damit der klimaunverträglichste Massenverkehrsträger.

quasi: -schluß mit lustig-
oder: -die entdeckung der langsamkeit-

jaja ..ich will die zeit zurückdrehen


---------------------

ZITAT:
Merkwürdig dabei ist, dass es im Mittelpunkt der politischen Bemühungen vorrangig immer um das am Boden erzeugte CO2 geht. Der Flugverkehr, als bedeutsamer Emittent, findet hierbei kaum Beachtung. Noch unerklärlicher wird es, wenn man bedenkt, dass es die Flugzeuge sind, die in großen Mengen klimawirksame Gase wie CO2, NOx und Wasser in die obere Troposphäre, der eigentlichen Wetterküche der Erde, tragen. Dieser nichtverdauliche Cocktail für Treibhauseffekt und Ozonloch ist zusätzlich mit erheblichen Mengen stark gesundheitsbeeinträchtigender Stoffe angereichert. Viele dieser Stoffe, die als gefährliche Krankheitsauslöser im Verlaufe von Jahren zurück zum Erdboden sinken, werden noch immer von Wissenschaft und Politik als ein geringes Gefahrenpotenzial eingestuft.

---------------------------------
quelle - zitat: www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26633/1.html

WIKI DER WIKINGER 20.04.2010 09:44
-sondergenehmigung-

genau... gute idee: wer fliegen will benötigt "sondergenehmigungen"

bestes zulassungskriterium: "wir retten die welt"

...."just for fun" - urlaubsflüge gehören somit der vergangenheit an

das heißt dann "arbeits-urlaub" ...oder bildungsreise

WIKI DER WIKINGER 20.04.2010 09:48
-medizinischer fachbegriff-

das nennt man ausblenden ...oder abspalten

ZITAT:
Der Flugverkehr, als bedeutsamer Emittent, findet hierbei kaum Beachtung.

...so !? ...wer wird millionär ??

DER SEHER IM STURM 20.04.2010 12:19
Löschflugzeuge ?? Muahahaha

Oha noch mal 1 Million für die Bildung !!! Die Aschewolke steigt in die ATMOSPHÄRE !!! Ziemlich hoch Herr Baum.... jahaa höher als so manche Birke !!!!! Löschflugzeug voll Wasser - auf in 20.000 m Höhe- minus 55 Grad Celsius - auf midde Wassserklappe - Voooorsicht da kömmet ein Riesenstück Eis vom Himmel !!!!!! Mann was für Fachleute hier !!!! Hab gerade den Stammtisch verbrannt, der Heizwert war besser als die Bildung hier ! Ich war heute ohne Flugzeug beim Bäcker, der konnte meinen ZWanziger nicht wechseln, alles Asche !!! Son Schiet.... Ich mach mal den nächsten Vulkan an.



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