Technische Mängel
Brunsbüttel bleibt abgeschaltet
Das seit einem Dreivierteljahr stillstehende Atomkraftwerk Brunsbüttel geht nicht wie zunächst geplant Ende März ans Netz. Der Betreiber Vattenfall habe noch keinen Antrag auf Wiederinbetriebnahme gestellt, sagte ein Sprecher des für die Atomaufsicht zuständigen schleswig-holsteinischen Sozialministeriums der Deutschen Presse-Agentur dpa in Kiel. Wann das AKW an der Unterelbe den Betrieb wieder aufnehmen wird, sei nicht absehbar. Es wurde am 28. Juni 2007 nach einem Kurzschluss in einer Schaltanlage heruntergefahren und vom Netz getrennt. Am selben Tag war auch der Reaktor in Krümmel östlich von Hamburg nach einem Transformatorenbrand abgeschaltet worden. Auch dieses Kraftwerk steht weiterhin still.
Immer noch technische Probleme
In beiden Anlagen gibt es nach Angaben des Sozialministeriums noch anhaltende technische Probleme. So sind in beiden Kernkraftwerken Sanierungsarbeiten aufgrund von Rissen an diversen Armaturen und Steuerleitungen noch nicht abgeschlossen. Auch die Sanierung nicht fachgerechter Dübelverbindungen dauere in Brunsbüttel wie in Krümmel weiter an.
Krümmel war 1984 nach zehnjähriger Bauzeit in Betrieb genommen worden. Es produziert pro Jahr etwa 10,5 Millionen Megawattstunden Strom. Das Kraftwerk in Brunsbüttel wurde 1976 in Betrieb genommen und liefert seit 1977 kommerziell Strom, rund sechs Millionen Megawattstunden jährlich. Das entspricht ungefähr 20 Prozent der in Schleswig- Holstein verbrauchten Strommenge.





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