Rendsburg
Moschee: Propst ruft zu Verhandlungen auf
Lärmbelästigung? Mit einer Unterschriftenliste soll verhindert werden, dass der Muezzin von den Türmen der Moschee zum Gebet ruft. Foto: Schönstedt
Rendsburg. Propst Kai Reimer fordert die Initiatoren der Unterschriften-Aktion gegen den Gebetsruf zu Verhandlungen auf. "Das Gesprächsangebot des Islamischen Zentrums in Rendsburg sollte angenommen werden, bevor Protestaktionen gestartet werden."
Auch der Ökumenepastor des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde, Henning Halver, wies darauf hin, dass es die evangelische Kirche akzeptiere, wenn gläubige Moslems dreimal pro Tag von den 26 Meter hohen Minaretten ihrer Moschee zum Gebet gerufen werden. "Wir laden auch mit unserem Glockengeläut zu Gebet und Andacht ein", sagte er.
"Zunächst das Lärmgutachten abwarten"
Propst Reimer forderte die Bürgergruppe auf, zunächst ein angekündigtes Lärmgutachten abzuwarten. Wann dies vorliegt, ist aber unklar, da dem Islamischen Zentrum nach eigenen Angaben derzeit dazu das Geld fehlt.
Ziel der Aktion ist, wie berichtet, mit den Unterschriften die Rendsburger Verwaltung dazu zu bewegen, den Muezzin-Ruf zu verbieten. Die Verwaltung teilte aber bereits mit, dass die Aktion keinen Einfluss auf die Genehmigung hat. Die Stadt könnte nur einschreiten, wenn die sich aus dem Gutachten ergebenden gesetzlichen Richtlinien nicht eingehalten würden.




