Sonntagsfrage

Gewinner sind die Grünen

03. April 2010 | 17:03 Uhr | Von Stephan Richter, Schleswig-Holstein am Sonntag

Sie haben den Vertrag gezimmert: Wolfgang Kubicki (FDP, li.), Christian von Boetticher (CDU), Peter Harry Carstensen (CDU) und Jürgen Koppelin (FDP). Montage: Grätsch

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Während CDU und FDP in Kiel die Sparpolitik für die schlechten Umfragewerte verantwortlich machen, sieht die Opposition darin eine Quittung für schlechte Arbeit.

Kiel -. Grund zur Freude haben bei der Blitzumfrage von Schleswig-Holstein am Sonntag die Grünen im Lande. Sie schnitten in mehrfacher Hinsicht gut ab. Bei der sogenannten Sonntagsfrage bekamen sie unter allen Befragten 20 Prozent. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen waren sie sogar mit 26 Prozent stärkste Partei vor der SPD (19 Prozent). Die CDU schneidet dagegen in der Altersgruppe "50 Jahre und älter" am besten ab (36 Prozent), gefolgt von der SPD (24).

Die Aufschlüsselung nach Bevölkerungsgruppen ergibt weitere interessante Erkenntnisse. So kommt die schwarz-gelbe Koalition besonders schlecht bei den Angestellten und Beamten weg. 60 Prozent dieser Gruppe gaben der Landesregierung für die Arbeit der ersten sechs Monate nur die Note 4, 5 oder 6. Bei der Gesamtzahl der Befragten lag dieser Wert "nur" bei 56 Prozent. Von einem "Negativ-Rekord" spricht die SPD, von einer "gefährlichen Entwicklung für die Demokratie" der SSW. Tatsächlich zieht sich die Unzufriedenheit nahezu unabhängig von Parteipräferenzen, Sozialstatus und Geschlecht durch alle Bevölkerungsgruppen. Selbst unter den CDU-Anhängern gaben nur 16 Prozent (gesamt 7 Prozent) der Regierung die Note "gut" oder "sehr gut".


 

Leserkommentare

 
DZIALLAS 03.04.2010 18:40
Sonntagsfrage

Hierzu meine Samstagsantwort - Schei..... ein auf Umfragen und sonstige Werte. Wann lernen die Herren da oben endlich einmal das Sie Handeln sollen und nicht nur Sprüche klopfen. Die CDU und FDP haben einen Auftrag durch den Wähler erhalten. Wenn auch nicht von jedem in diesem Land - aber dennoch von den meisten. Diese Wähler glauben an die Politiker die sie gewählt haben und an das was sie durhcsetzten wollen. Herr Carstensen und Herr Kubicki jetzt zeigen sie uns auch das Sie die E... dafür in ihrer Hose haben - auch wenn es im Moment weh tut. Und an die Opposition hört auf zu jammern und zu "klagen" macht vernünftige Vorschläge setzt Euch an einem Tisch zusammen und holt den Karren endlich aus dem Dreck. Wenn gespart werden muß dann muß es eben sein. In der Not schmeckt die wurst auch ohne Brot. Und Glaubt mir es ist mir sch..... egal wer den Karren da hingefahrten hat wo er jetzt ist wer soll ihn denn da rausholen wenn nicht Ihr?????????? Also tut endlich was hört endlich auf euch gegenseitig zu verklagen und fangt damit an wofür wir Euch gewählt haben
FANGT AN ZU REGIEREN.
wenn ihr das nicht könnt dann geht bitte nach Hause und lasst Leute ran die gewillt sind dieses schöne Land wieder nach oben zu bringen.

DANIEL 03.04.2010 19:30
Gewinner sind die Grünen

Wie recht die Grünen haben, dass sie Volkspartei seien. Denn bei uns in Nordfriesland stimmen sie grundsätzlich mit der CDU. So stimmten gerade erst am Freitag, den 26.03., drei grüne Kreistagsabgeordnete (bei einer Enthaltung) für die Gründung der Schleswig-Holstein Netz AG unter Federführung der Eon Hanse AG. Die Materie ist kompliziert, es läuft aber darauf hinaus, dass die Kommunen ihre bisherigen Anteile an Eon Hanse in die neu zu gründende SH Netz AG einbringen, aber maximal 49,9 % Anteile erhalten, während Eon Hanse mit mindestens 50,1 % letztlich immer ihr Versorgungskonzept durchdrücken kann, nämlich Strom aus AKWs und Kohlekraftwerken. Und das für sehr lange, die Vertragslaufzeit beträgt 20 Jahre!

Das Konzept der Netz AG mag für Kommunalpolitiker hinter dem Deich oder unter der Tine charmant sein: Die klammen Kommunalsäckel können eine fünfprozentige Garantierendite erwarten, die lästige Kleinarbeit nimmt der große Bruder ab, und ab und dann gibt´s Aktionärsversammlungen mit Schnittchen und mehr...

Doch um welchen Preis? Der ohnehin schon kümmerliche Wettbewerb am Energiemarkt wird weiter zurück gehen, die Zeche zahlen wir alle mit unserer Strom- oder Gasrechnung.

Umweltfreundliche Alternativen wie Strom aus norwegischen Wasserkraftwerken, die im Verbund mit deutscher Windkraft eine ideale und günstige Versorgung beider Länder gewährleisten könnten und etwa ab 2014 zur Verfügung stehen werden, könnten sich nicht durchsetzen. Denn wie beim Hasen und dem Igel sagt Raffke und Gierschlund (Eon Hanse): "Ik bün all dor".

Ob die schleswig-holsteinischen Wähler "ihre" Grünen, die indirekt für Atomkraft und Eon-Großkapital gestimmt haben, immer noch so lieben würden ?

DER WIKINGER 04.04.2010 10:23
ein intelligentes stromnetz für europa??

wow ....das ist ja mal eine schöne osteridee....:

(....)norwegische Wasserkraftwerken, (...) deutscher Windkraft (...) etwa ab 2014 (...)

dann werden grüne/cdu und Eon ...one ...neo ....liberale mit sicherheit bald ihre eigene HGÜ-leitung hier in SH bauen.

-hoffentlich-
www.energiewende-waldkirch.de/index.cfm



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