Weeser Wehr nicht mehr im Amtsverbund

15. Februar 2011 | Von vdl

Wehrführer Wolfgang Striebich mit seinem Stellvertreter Otto Bewernick, dem neuen Sicherheitsbeauftragten Stephan Collmann und Oliver Klein (von links). Foto: vdl

Wees. Die Entscheidung ist gefallen: Die Freiwillige Feuerwehr Oxbüll-Wees-Uls trup gehört nicht mehr dem Feuerwehrverbund des Amtes Langballig an. Das gab Bürgermeister Ulrich Christophersen auf der Jahresversammlung im Gasthaus Wees bekannt.

Auf Betreiben der Wehr hatte die Gemeindevertretung im vergangenen Dezember mehrheitlich beschlossen, den Austritt zu beantragen. Ihn hatte der Finanzausschuss des Amtes Ende Januar noch abgelehnt. Infolge des Urteils des Landesverfassungsgerichtes zur Amtsordnung haben jedoch Kreis und Land zwischenzeitlich ihre Rechtsauffassung geändert. Die antragstellende Gemeinde muss nicht mehr die Unzumutbarkeit des Verbleibs im Verbund nachweisen, ihr Wunsch reicht aus - wie in Wallsbüll (wir berichteten).

Auf einer informellen Zusammenkunft erklärten sich nach Christophersens Worten alle Bürgermeister des Amtes mit dem Weeser Austritt einverstanden. Er trete rückwirkend zum 1. Januar in Kraft. Am 4. April werde der Amtsausschuss seine förmliche Zustimmung erteilen.

Damit, so der Bürgermeister weiter, sei die Gemeinde ab sofort in jeder Hinsicht allein für das Brandschutzwesen verantwortlich und könne, da nicht mehr am Feuerwehrhaushalt des Amtes beteiligt, erhebliche Kosten einsparen. Trotzdem solle die amtsweite Zusammenarbeit auf allen Ebenen, wie bei der Jugendfeuerwehr sowie überörtlichen Übungen und Veranstaltungen, fortgeführt werden. Diese Erwartung äußerte auch Ortswehrführer Wolfgang Striebich. Für die Amtsebene wollte Gemeindewehrführer Peter Schreiber dazu keine Zusagen machen. Die Entscheidung liege bei der Wehrführerdienstversammlung.

Striebich hatte eingangs das abgelaufene Jahr mit 19 Einsätzen, darunter sechs Kleinbränden, als relativ ruhig bezeichnet. Der Schwerpunkt habe bei der Ausbildung gelegen. Pastor Arne Gerundt unterstrich als Notfallseelsorger die Gemeinsamkeit mit der Kirche, die sich am Feuerwehr-Wahlspruch "Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr" festmachen lasse. Dann erläuterte er die organisatorische Einbindung der Notfallseelsorge in die Arbeit der Feuerwehr und die Einsatzmöglichkeiten mit Abruf über die Leitstelle.

Bei den Neuaufnahmen gab es ein Novum für Wees. Mit Nicole Kruse will die erste Frau eintreten. Daneben stellten sich Markus Nielsen und André Schäfer als Anwärter vor. Als Nachfolger von Gerd Voß übernahm Stephan Collmann das Amt des Sicherheitsbeauftragten. Otto Bewernick wurde zum Brandmeister und Oliver Klein zum Löschmeister befördert.

Der Vorschlag, den finanziellen Spielraum des Vorstandes zu begrenzen, wurde nach kurzer Diskussion einstimmig abgelehnt. Schließlich ging es noch um die Pflege der 83 Hydranten, den Internet-Auftritt der Wehr, die Kosten für die Nutzung des Atemschutz-Containers in Schleswig sowie um das Beibehalten eines Mecker- und Palaverabends.

Zum Schluss dankte Bürgermeister Christophersender Wehr für die umfangreichen Aktivitäten im Gemeindeleben.


 

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