Kiel
Verteidiger vor Schwenker-Prozess siegessicher
In einer Woche beginnt in Kiel der Strafprozesses gegen den Ex-Manager Uwe Schwenker und den ehemaligen Trainer Zvonimir Serdarusic vom THW Kiel. Foto: dpa
Eine Woche vor Beginn des Strafprozesses gegen den Ex-Manager Uwe Schwenker und den ehemaligen Trainer Zvonimir Serdarusic vom THW Kiel geben sich die Verteidiger siegessicher. Sie gehen laut einer Presseerklärung davon aus, dass die 21 angesetzten Verhandlungstage nicht benötigt würden, "sondern sich wesentlich schneller die Unschuld der Angeklagten erweisen wird".
Schwenker und Serdarusic werden Untreue und Bestechung im geschäftlichen Verkehr (beziehungsweise jeweils Beihilfe) vorgeworfen. Beide bestreiten diese Vorwürfe, wonach sie die Schiedsrichter beim siegreichen Champions League-Finale 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt bestochen haben sollen.
Anwälte beziehen sich auf einen Gerichtsbeschluss vom August 2011
Gleichzeitig kritisieren die Rechtsanwälte die 5. Strafkammer des Landgerichts Kiel und die Kieler Staatsanwaltschaft scharf. "Zwei bislang völlig unbescholtene Bürger, die es im Welthandball zu allerhöchsten Ehren und völlig unbestreitbaren Verdiensten gebracht haben, werden zu juristischen Versuchskaninchen."Die Anwälte beziehen sich auf einen Gerichtsbeschluss vom August 2011, in dem das Gericht klarstelle, dass "ein hinreichender Tatverdacht wegen Betruges oder Untreue nicht in Betracht kommt".
Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa verfolgt die Kieler Staatsanwaltschaft diese Vorwürfe jedoch auch weiterhin. Erst im Februar 2011 hatte die 5. Strafkammer erklärt, dass für das Gericht auch der Vorwurf der Bestechung im geschäftlichen Verkehr infrage komme.





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