"Polarstern"
Unglücks-Katamaran fährt wieder nach Helgoland
Materialermüdung? Die Wasserschutzpolizei prüft, warum die Reling abriss. Foto: Wasserschutzpolizei Emden
Die reparierte Nordsee-Fähre "Polarstern" läuft wieder aus und nimmt Kurs auf Helgoland. Der Katamaran werde am Donnerstag über das niederländische Eemshaven und Norderney zur Hochseeinsel fahren, sagte eine Sprecherin der Reederei AG Ems.
Wind und Wetter sähen gut aus, genaue Buchungszahlen lägen jedoch noch nicht vor. Eine für vergangene Woche geplante Helgoland-Fahrt war wegen schlechten Wetters abgesagt worden. Danach war das Schiff zu Fährfahrten Richtung Borkum im Einsatz.
Bei dem schweren Unfall Anfang August waren 24 Menschen verletzt worden. Die "Polarstern" war vor etwa einem Monat mit über 350 Passagieren auf dem Weg von Helgoland nach Emden. Bei starkem Seegang zwischen Helgoland und Norderney riss die Bugreling aus ihrer Verankerung und zerschmetterte die Panoramascheibe des Schiffes.
Die Untersuchungen zur Ursache des Unglücks dauern an. Die Wellen waren zum Zeitpunkt des Auslaufens im Schnitt 2,70 Meter hoch, teilte das Hamburger Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mit. Die höchsten Brecher hätten mehr als vier Meter erreicht. Nach Angaben der "Polarstern"-Reederei sind 2,50 Meter hohe Wellen die Höchstgrenze für ein Auslaufen. "Wir müssen noch klären, ob der Kapitän diese Werte kannte", hieß es bei der AG Ems.





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