In eigener Sache

Umfrage zu Schleswiger Bürgermeister abgeschaltet

21. November 2008 | 15:00 Uhr | Von Hauke Mormann

shz.de hat die Umfrage um die Zukunft des Schleswiger Bürgermeisters Thorsten Dahl abgeschaltet. Die Ergebnisse wurden von Nutzern manipuliert.

Wann genau es anfing, ist noch unklar. Fakt ist: Die Umfrage um die Zukunft des Schleswiger Bürgermeisters Thorsten Dahl wurde manipuliert. Donnerstag schnellten die Werte in die Höhe.

Zum Hintergrund: Normalerweise erzeugt jeder Besucher zwei Seitenaufrufe, wenn er an einer Umfrage teilnimmt. Den ersten Aufruf, um überhaupt den Artikel auf den Schirm zu bekommen, den zweiten durch das Abstimmen. Weil nicht jeder Nutzer an Umfragen teilnimmt, entstehen im Durchschnitt 1,5 Seitenaufrufe für einen Artikel mit Umfrage.

Freitagmittag wurde die Seite mit Artikel und Umfrage zur Zukunft Dahls im Verhältnis 1:6 aufgerufen. Das heißt, dass jeder Besucher durchschnittlich die gleiche Seite sechs mal aufgerufen hat. Zudem ist die Zeit der Ansichten extrem gesunken - von durchschnittlich 1:24 Minuten am Mittwoch auf 32 Sekunden am heutigen Freitag. Deutliche Zeichen für Manipulation.

Um 12.56 Uhr hat shz.de die Umfrage daraufhin abgeschaltet.


 

Leserkommentare

 
STEFFEN SILBERBACH SCHLESWIG 21.11.2008 13:54
Warum dieses Bild?

Warum wird im Zusammenhang mit "manipulierter Umfrage" ein Bild der Umfrageergebnisse gezeigt, wo Dahl die Nase vorn hat? Es soll doch nicht der Eindruck erweckt werden, die Manipulation wäre zu seinen Gunsten geschehen? Denn gestern abend sah das Bild genau andersrum aus. Aus heiterem Himmel 500 Stimmen mehr und fast alle gegen ihn. Sehr suptiler Versuch, aber nicht gut genug! (c: Oder bin ich jetzt zu kritisch?

In diesem Sinne...

D.U.S. 21.11.2008 14:11
Umfrage ?

Ach nee, das hätte ich ja nie gedacht das diese Umfrage frisiert ist.
So was aber auch, ich bin ja völlig von den Socken.

P.B. 21.11.2008 14:12
Warum dieses Bild?

Hallo Herr Silberbach, genau diese Frage wollte ich auch stellen. Die "Lietz Hacker" haben vorgelegt und die "Dahl Hacker haben sich gewehrt. Der Leser vermutet aber aufgrund der veröffentlichten manipulierten Umfrageergebnisse eine Manipulatin der Dahl Anhänger. Die Mapulation war bereits gestern so offensichtlich für die Redaktion, aber keine Abschaltung. Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

WERNER 21.11.2008 14:35
Manipulation

Immer dieselben Leserbriefschreiber: Gottschling, Gottwald, Laturnus, Schulze, Dr. jur von Campe, Bruns, R.w. aus Kasse, Silberbach, D:U:S und P.B.. Nach meiner Erinnerung auch alle bei der Fetisch/ebay-Diskussion dabei. Nun Abschaltung der Umfrage, wegen Manipulation. Von wem und in welcher Richtung dürfte eindeutig sein. Dahl und seine Anhänger machen Mediendemokratie! Show ist alles, Leistung nichts.Lassen wir uns vom Manipulator Dahl nicht verwirren, warten wir in der Tat das Ergebnis der Unterschriftensammlung ab. Wenn die Unterschriften auf dem Tisch liegen kann Dahl Größe zeigen und zurücktreten.

PETER GOTTWALD 21.11.2008 14:40
hm

ich denke wirklich, daß die shz hier klar schreiben sollte, wie und wohin manipuliert wurde. Ist ja unerträglich solche Dolchstoßlegenden a`la Werner zu lesen.

D.U.S. 21.11.2008 14:50
20 % der Wählerstimmen

39 % der wahlberechtigten Schleswiger sind dieses Jahr zur Wahl gegangen Werner.
20 % der wahlberechtigten Schleswiger sollen jetzt für eine Abwahl Dahl ihren Namen und ihre Adresse öffentlich angeben.
Sie sind sehr, sehr optimistisch Werner.
In einem Punkt haben sie recht.
Warten wir die Unterschriftensammlung ab, dann können sie sich wieder aufregen.

ONLINEREDAKTION 21.11.2008 15:10
Manipulierte Umfrage

Sehr geehrter Herr Gottwald,
wir können nicht nachvollziehen, wer wann in welchem Maße manipuliert hat. Wir können lediglich feststellen, dass manipuliert wurde.
Um jedoch das Bild nicht zu verzerren, haben wir den Screenshot - der die Umfrage zum Zeitpunkt ihrer Abschaltung darstellte - ebenfalls entfernt.

Mit freundlichem Gruß
Hauke Mormann
Onlineredakteur

JOERG WARSOW 21.11.2008 15:13
Abschaltung o.K.

Da die s.h.z. woll auch die Umfragewerte genau beobachtet, kann man ihr zur Ab-
schaltung nur gratuelieren. Absolut richtig.
Der Leser will klare Zahlen und keine Manipulation !!!!

JENS-SÖREN JESS 21.11.2008 15:18
Das hat aber lange gedauert

bis man auch beim SHZ registriert, daß solche Onlinestatistiken reichlich manipuliert werden im Web. Das ist im World Wide Web bereits seit Mitte der Neunziger allgemein bekannt und verpönt, ich gratuliere zur erfolgreichen Weiterbildung in der Sache.

Es wäre auch viel ruhiger in Schleswig, wenn der Journalismus nicht immer wieder Oel ins Feuer kippt. Das Oel wird bekanntlich weltweit immer reingeschüttet, und so schaukelt sich der überpropotionale Anteil an Nachrichten in unserem Dasein immer wie künstlich hoch, so sichert man seinen Job, den Umsatz und die Hysterie in der Bevölkerung bleibt ewig sicher. Weniger Nachrichten wäre möglicherweise mehr, aber man konkurriert ja auch mit dieser Gewichtung bei den Mitanbietern weltweit... so dreht sich alles immer wieder hoch.

Bei Herrn Dahl möchte ich mich neutral positionieren. So wie da immer gleich losgeschossen wird, kann man das Jagdmuster ausgezeichnet als langfristige Kampagne deuten.

EIN ANDERER WERNER 21.11.2008 15:21
Thorsten Dahl

Ihr Beitrag
Gerade durch seine Ecken und Kanten ist er glaubwürdiger als all die anderen , er macht seinen Job ganz gut.

P.B. 21.11.2008 15:28
Gast Kommentare

Inhaltlich kann ich zu dieser Diskussion als Gast nicht sehr viel beitragen, aber ALLE(damit meine ich auch die Presse) sollten fair miteinander umgehen. Mit Begeisterung habe ich aber festgestellt, dass die Presse bei sachlicher Auseinandersetzung lernfähig ist.

WERNER 21.11.2008 15:33
Guter Job

Welchen meinen Sie, anderer Werner? Den als gewerbsmäßiger ebay-Händler oder den als Bürgermeister? Letzteren können Sie nicht ernsthaft meinen.

HOLGER 21.11.2008 16:36
Hätte man mal...

.. jemanden gefragt, der sich mit sowas auskennt...

Oft kann man solche Onine-wahlen per Adressleiste "manipulieren", in dem man Werte des gerade aktiven Links manuell ändert. Das kann man dann auch via Script automatisch machen lassen, einfach nur da sitzen und zuschauen :)

So konnte man z.B. auch bei Alternate sehen, welche Artikel in den nächsten Tagen bei der Zack-Zack aktion drankommen (was eigentlich top-secret sein sollte).

.. das ist so einfach, dass es fast schon peinlich ist, wenn sowas auf so stark frequentierten Seiten wie der des SHZ, möglich ist. Besonders gerne machen sowas übrigens sogenannte "Scriptkiddys" ;)

Soo.. google .> Scriptkiddys... oder lieber Wikipedia ? ^^

Oder waren es doch die Chinesen?
www.heise.de/newsticker/US-Kongressbericht-China-ist-den-USA-im-Cyberwar-bereits-ueberlegen--/meldung/119253

Man lernt ja nie aus ;)

LG!

SCHLESWIGER 21.11.2008 18:42
Thorsten Dahl ...

… wurde durch die Wahl zum Bürgermeister legitimiert - dadurch ist er aber noch lange nicht qualifiziert! Über Nacht vom Pressesprecher und Internetspezi zum Behördenleiter, kein Wunder, dass der Mann überfordert ist. Dementsprechende Fort- oder gar Ausbildung? Fehlanzeige!
Schleswig könnte schon viel weiter sein - wenn man endlich mal einen Verwaltungschef hätte, der sich kümmern würde, der tatsächlich einen 6000 Euro-Job machen würde ...
Von Dahl liest und hört man immer nur die gleiche Leier: "Ich setze um, was die Ratsversammlung beschlossen hat" und "ich beachte Verordnungen, Erlasse und Verwaltungsvorschriften“. Im Beamtentum nennt man dies auch "Dienst nach Vorschrift"! Keine eigenen Ideen, keine Gespräche mit Investoren (glaubt nicht, dass er beispielsweise mal die BUSS-Gruppe in Hamburg besucht hat), kein Respekt mehr bei seinen Amtskollegen, die Mitglieder der Landesregierung machen einen großen Bogen um ihn.
(Absatz gelöscht, da beleidigend; d. Red)
Ach, das hätte ich ja fast vergessen: Die Nummer mit seinem Ruhestandsgehalt – die hat er auch schon anläßlich seiner Wiederwahl gebracht. Ich fühle mich regelrecht verschaukelt!
Ihr fragwürdigen Dahl-Anhänger, habt ihr euch schon mal die Frage gestellt, warum nur unser Bürgermeister ständig und überall negativ in der Presse steht? Könnte es nicht sein, dass er mit seinen Aufgaben tatsächlich überfordert ist? Die Schuld bei unseren Freizeitpolitikern (soll nicht abwertend sein) zu suchen ist schon heftig. Keiner käme auf die Idee, einen ehrenamtlichen Trainer eines Sportvereins zu beschimpfen – unsere Kommunalpolitiker kümmern sich in ihrer Freizeit um unsere Stadt und das nicht für 6000 Euro! Stellt euch mal vor, die würden gehen …vielleicht, weil sie es mit Dahl einfach nicht mehr aushalten! Und dann? Vielleicht steuert dann ja ein Gottwald (oder wie sie alle heißen) unsere Stadt? Ich jedenfalls warte sehnsüchtig auf die Unterschriftslisten!

D.U.S. 21.11.2008 19:14
Schleswiger

Da kommen mir doch wirklich die Tränen.
Ich persönlich habe zwar noch keine selbslosen Kommunalpolitiker erlebt, aber wenn sie meinen.
Jeder ist ersetzbar.

FRANK WEISNER AUS RENDSBURG 21.11.2008 21:22
Heckenschützen und Konsorten ...

Als Bürger einer nahen Kreisstadt (Rendsburg) schaue ich auch ´mal über den Tellerrand. Und, tatsächlich, es gibt ein Leben außerhalb unserer Stadt. Und was für eins! Da wird doch über den Stadt-Häuptling Schleswigs hergezogen, als ob es dafür Preise oder Auszeichnungen gäbe. Die Presse scheint sich eingemischt zu haben oder auch nicht. Die Bürger scheinen schlecht bedient, oder auch nicht. Und erst recht, schlecht regiert? Oder doch nicht? Polemik hier und Zynismus dort. Von Animositäten ist die Rede, von verletzten Gefühlen. Es scheint ein "Rosenkrieg" ausgebrochen zu sein. Als Schleswig-Holsteiner sehe ich nach Schleswig, lebe in Rendsburg und fühle mich angesichts der Argumente der "kontra-Dahl-Fraktion" als "Schilda-Holsteiner". Tragt doch das Licht in Eimern in´s Rathaus. Kommunikation ist keine Floskel, dazu gehört nicht nur das Sprechen, Lesen, Zuhören. Auch das Verstehen und danach handeln.. Also: bin ja mal gespannt, wie denn das Ergebnis einer Wahl ausschaut, wenn die Presse sich unparteiisch verhält. Und wenn die Heckenschützen und Konsorten sich öffentlich zu ihrer Meinung bekennen. Und wenn es denn in der schönen Nachbarkreisstadt einen fairen Schlagabtausch geben sollte. Ohne tatsächliche Schläge bitte. Ich bin gespannt. Demokratische Grüße aus der Nachbarschaft, F.W. aus RD

PETER GOTTWALD 21.11.2008 23:54
Schleswiger

*LOL*
you made my day

Nicht nur ich, sondern auch meine Frau haben lauthals gelacht. Habe durchaus meine Probleme mit Herrn Dahl und der Verwaltung, weil ich letztere für eher unfähig halte. Die Auseinandersetzungen waren mehr als herzhaft und haben zu nem Phyrrussieg der Verwaltung geführt. Also nen Fan von Fahl und Co bin ich nicht.

Noch lustiger ist aber, daß Sie meinen, daß ich die Stadt steuern wollte. Im Gegensatz zu anderen hab ich nix an der Stadt zu verdienen, bislang hab ich nur gezahlt. Desweiteren gehör ich so ner komischen Gemeinschaft an, die der Überzeugung sind, daß niemand gesteuert oder manipuliert werden darf ... was ich denn auch tunlichst lasse.

Wenn Sie nun in mir nen Feindbild sehen wollen, bitte ... nur feige ist simpel nichtmals mit offenem Visier anzutreten und sich hinter nem Kürzel zu verstecken.
Diese Art der versuchten (und nicht gekonnten) Manipulation kennt man ja aus diversen früheren Auseinandersetzungen, grade zum Thema Dahl. Der Witz ist doch ganz einfach, diese Art der "Auseinandersetzung" so wie sie von den Gegnern Dahl`s geführt wird, ist ziemlich link und niederträchtig ... und bei allem, was ich an Dahl zu kritisieren habe ... und das ist ne Menge ... ist mir Dahl mit seiner offenen Art wesentlich lieber als seine versteckt agierenden Gegenspieler. Genau das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum Lietz und Co einfach scheitern werden.

L3FTCL1CK 22.11.2008 11:05
Manipulation oder angewandte Demokratie?

Falls einige User mehrfach abestimmt haben, ist die Software schuld, die sowas zuläßt. Falls aber ein User dafür sorgt, dass unerwartet viele Menschen an der Abstimmung teilnehmen und auch noch solche, die einheitlich einer Meinung sind, dann ist das absolut legitim und keine Manipulation. Es ist vielmehr ein Hinweis auf die Dynamik, mit der sich Meinungsbildung im Internet vollzieht.

P.B. 22.11.2008 11:51
Einseitige Berichterstattung

Habe gerade den heutigen Artikel in der SN gelesen. Ich kann nur wiederholen: Ein Schelm, der Böses dabei denkt! Die Litz Anhänger haben illegal manipuliert, trotz vieler Hinweise hat die Redaktion nicht reagiert und die Umfrage nicht abgeschaltet. Die Dahl Anhänger konnten sich doch nur mit illegalen Mitteln wehren(Notwehr). Vielleicht wäre die Beantragung einer sofortigen richterlichen Anordnung sinnvoller gewesen.

P.B. 22.11.2008 12:27
Einseitige Berrichterstattung - Was schert mich mein Geschwätz von gestern

IONLINEREDAKTION 21.11.2008 15:10 Manipulierte Umfrage
Sehr geehrter Herr Gottwald,
wir können nicht nachvollziehen, wer wann in welchem Maße manipuliert hat. Wir können lediglich feststellen, dass manipuliert wurde.
Um jedoch das Bild nicht zu verzerren, haben wir den Screenshot - der die Umfrage zum Zeitpunkt ihrer Abschaltung darstellte - ebenfalls entfernt.

Mit freundlichem Gruß
Hauke Mormann
Onlineredakteur

P.B. 22.11.2008 12:38
Einseitige Berichterstattung

P.B. 20.11.2008 22:52 Dahl bleibt Bürgermeister
Sollte die SHZ diese "bösartige" und von wem auch immer manipulierte Umfrage nicht im Netz löschen, werde ich mein Abo löschen. Die Hinnahme so einer Manipulation ist eine bedeutete Beeinflussung des Abwahlverfahrens und m.E. ein
Anfechtungsgrund.

ONLINEREDAKTION 21.11.2008 10:52 Online-Umfrage
Da hier mehrfach unsere Online-Umfrage und ihr Ergebnis angesprochen wurden:
Die Redaktion greift nicht in das Ergebnis der Umfragen ein. Wir können aber nicht verhindern, dass einige unserer Leser mehrfach abstimmen. Das widerspricht natürlich dem Sinn einer Umfrage - wir gehen aber davon aus, dass das Gros unserer Leser Interesse an einem echten Ergebnis hat und nicht versucht, es zu manipulieren.
Unsere Umfragen sollen einen kleinen Eindruck vom Meinungsbild geben, vielleicht eine Tendenz widerspiegeln. Sie sind allerdings nicht repräsentativ.
Mit freundlichen Grüßen,
Mira Nagar
Onlineredaktion shz

P.B. 21.11.2008 11:24 Online-Umfrage
Das ist ja Vorsatz, also ein echter Straftatbestand!

Persönliches Fazit: Bis zu diesem Zeitpunkt entsprach die Manipulation den Vorstellungen der Redaktion. Die Redaktion wurde aber sensibel nach der Notwehr der Dahl Anhänger.. Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

SCHOMAKER 22.11.2008 13:06
SHZ

Für das bundesweit bekannte Hetzblatt ( Blöd-Zeitung ) zahlt der " Leser " die Hälfte von dem, was der SHZ für sein " unabhängiges Blatt " verlangt. Das sind 50 % mehr !
Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist : Wenn diese 50 % für eine gute Sache gespendet würden, könnten wichtige ( bürgernahe ) Projekte z. B. für die Stadt Schleswig finanziert werden.
Zum Beispiel für die Unterhaltung der Königswiesen, die Wiederherstellung der Skateranlage an den Königswiesen ( mit Flüsterbeton ) Sanierung der Schulen u.v.m.

Der SHZ erhält (freiwillig) von den Lesern weiterhin seinen Euro und führt 50 Cent in einen Spendentopf ab.
Wäre doch wunderbar !
Gerade im Hinblick auf wirtschaftlich schwerer Zeiten und leerer Kassen.

M.PENZ 22.11.2008 13:17
Manipulation?

Was für ein Possenspiel ist denn das hier wieder. Ungeachtet der Diskussion um Herrn Dahl, beklettert sich die shz hier mal wieder mit zweifelhaftem Ruhm. Hier wird von Manipulation durch Anhänger der Dahl-Seite gesprochen, die wiederum den Gegnern Gleiches vorwerfen. Dies alles nur, weil der shz eine zweifelhafte Umfrage in Netz stellt.

Warum zweifelhaft? Entweder kennt sich der shz mit Onlineumfragen nicht die Bohne aus, oder diese Aktion ist ein weiterer Versuch einem Politiker Knüppel zwischen die Bein zu werfen.

Bei Onlineumfragen gibt es genügend technische Mittel, Mehrfachabstimmungen, wie sie hier beschrieben wurden zu unterbinden. Die Integration einer Umfragetechnik, die dies bewerkstelligt ist kein Hexenwerk und wird im WWW täglich tausendfach angewendet. Wenn man also eine Umfrage einstellt, vor allem als Verlagshaus, welches sich im Internet präsentiert, sollte man um dieses Tatsache wissen. Alles andere ist, wie erwähnt ein Armutszeugniss.

Man sollte also nicht von Manipulation sprechen und daraus eine Kampagne gegen Dahl stricken, sondern auf Seiten des Verlages nachdenken, wie sich eine objektive Umfragemethode integrieren lässt und wie man objektiv und sachlich berichtet.

Objektivität und Sachlichkeit vermisse ich schon lange beim shz. Deshalb wird mich der Verlag auch nie als Abonennten gewinnen

USCHI KÜSTER SCHLESWIG 22.11.2008 13:19
Hören Sie auf, hören Sie auf

Da geben sich die Redaktion und Frau Hildegard seit Monaten so viel Mühe, Lietz und Leuten entsprechend ihrer Herausdräng-und Abwahlwünsche des Bürgermeisters Unterstützung zu geben, und nun so etwas!
Danke für den köstlichen Artikel über die vermutete Manipulation der von der SHz(?) initiierten Umfrage.Ich habe herzlich gelacht, besonders auch über die Bemühung um Neutralität am Ende des Artikels mit der veräterischen Bewertung. Hahaha!
Aber jetzt ist es genug. Bitte! Es wird lächerlich!!
Herr Mario Hoff hatte doch neulich schon an die CDU-Mitglieder und Ratsleute der Stadt Schleswig appelliert, Toleranz und Fairness einkehren zu lassen, als die Angriffe gegen den Bürgermeister Dahl wieder einmal heftig wurden, weil dieser wegen der Rettung irgendwelcher Rhododendren auf den Wiesen das Verfahren nicht richtig überwacht haben soll. Oder so.Aber solche vernünftigen Appelle werden im rechtslastigen Meinungsfilz von Schleswig wohl nicht gehört und schon gar nicht befolgt. Naja, das stand auch nicht in der SHZ, das war ein anderes Blatt..
Aber die Hoffnung auf Vernunft und Anstand stirbt auch zuletzt: Bald ist Weihnachten, "Zeit des Lichts und der Liebe". Da erinnert sich so mancher an christliche Tugenden und Werte und handelt auch mal danach. Schön wäre es, besonders hier und jetzt in Schleswig bei dieser längst nicht mehr witzigen Posse..

P.B. 22.11.2008 13:51
DIE ZEIT, 15.09.2005

Das Niveau der regionalen Presse sinkt dramatisch. Wie die Freiheit der Information dabei zugrunde gehen kann, zeigt das Beispiel des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages in Flensburg
Ich habe gerade alle überregionalen Zeitungen und Magazine über die einseitige Berichterstattung informiert.

DETLEF KAROMBISCH 22.11.2008 14:51
Richtigstellung

Im Folgenden möchte ich auf ein paar Fakten aufmerksam machen, die den meisten Leserbriefschreibern anscheinend nicht aufgefallen sind.


Einige Leute hier scheinen mittlerweile viele Hetzkampagnen der sh:z für wahr zu halten.
Viele meinen, dass Thorsten Dahl vollkommen überfordert sei, weil hauptsächlich negativ über ihn in den Schleswiger Nachrichten berichtet wird. Wie soll auch ein positiver Bericht Platz haben wenn mehrere Reporter sich in die Politik einmischen und Dahl loswerden wollen?

Zum Punkt Fortbildungen von Dahl: Noch in diesem Jahr hat er eine Weiterbildung gemacht (siehe www.thorsten-dahl.de ). Sicherlich hat er auch noch weitere gemacht. Veröffentlichen auf der anderen Seite alle CDU Ratsmitglieder, welche Weiterbildungen sie gemacht haben?

Zur Hetzkampagne gegen Dahl, wegen Kauf von Sexspielzeug bei ebay: Herr Dahl ist wahrscheinlich nicht der einzige Politiker, der sich Sexspielzeug kauft. (Wenn er es überhaupt gekauft hat) Warum wird es also als ein Verbrechen von Herrn Dahl dargestellt? Es ist viel mehr seine private Angelegenheit, da Sexspielzeug nicht verboten ist.

Es gibt noch etliche Fälle, die ich hier jedoch nicht alle erwähnen will, es sonst leicht mehrere Seiten werden können.


Die Seite von Thorsten Dahl www.thorsten-dahl.de kann ich nur empfehlen, da dort unter Aktuell zu vielen Artikeln des sh:z eine Gegendarstellung von ihm zu finden ist.


Viele Grüße von Detlef Karombisch aus Schleswig
(den es übrigens genauso wenig gibt, wie einige Leserbriefschreiber in den Schleswiger Nachrichten)

PS: Die technische Realisation der online Umfrage hatte anscheinend dieselbe Qualität, wie die Rechtschreibung in den Artikeln der Schleswiger Nachrichten.

PPS: @ Mira Nagar: Sie schreiben, dass sie nicht in der Lage sind zu verhindern, dass mehrere User mehrfach abstimmen. Das ist richtig, dass dies nicht ganz verhindert werden kann. Wie es aber aussieht haben sie nicht mal versucht eine Manipulation technisch zu erschweren. Es ließen sich z.b. Cookies setzten oder einfach die IP Adresse für eine weitere Abstimmung am selben Tag sperren.

P.B. 22.11.2008 15:02
Glaubwürdigkeit und Sorgfalt

Der Artikel: Bürger wollen Thorsten Dahl abwählen(19.11.2008, 04.50, fil) ist mit Umfrage immer noch im Netz. Ich habe gerade abgestimmt.

M.PENZ 22.11.2008 15:34
Immer noch online

@P.B. Tatsächlich. Ich habe ebenso abgestimmt.

Gut emacht SHZ!

P.B. 22.11.2008 15:54
Preisanpassung zum 01.12.2008 - Da ist nicht mehr viel herauszuquetschen

Paßt zwar nicht ganz zu diesem Thema, erklärt aber vielleicht das Niveau der SHZ.
Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag steht zum Verkauf (SPIEGELONLINE)
Nach dem Verkauf der "Süddeutschen Zeitung" steht nun eine der auflagenstärksten Zeitungsgruppen in Norddeutschland zum Verkauf: der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (SHZ). Nach Auskunft aus Branchenkreisen wollen sich die Eigentümerfamilien von der Mehrheit des Unternehmens trennen, das 17 Lokal- und Regionalzeitungen mit einer täglichen Gesamtauflage von knapp 300 000 Exemplaren herausgibt, etwa das "Flensburger Tageblatt" und die "Schweriner Volkszeitung". Marktkenner schätzen den Wert des Verlags auf etwa 400 Millionen Euro. Der SHZ hatte in den vergangenen Jahren mit kräftigen Kostensenkungen seine Rendite auf über 20 Prozent gesteigert. "Da ist nicht mehr viel herauszuquetschen", so ein Brancheninsider. Noch im Mai müssen Interessenten erste unverbindliche Angebote abgeben, heißt es. Bisher seien nicht alle Eigner verkaufsbereit, das könne sich aber ändern. Die SHZ-Geschäftsführung weiß nach eigenen Angaben nichts von dem Verkauf.

FRAUKE KAROMBISCH 22.11.2008 16:11
Umfrage wieder geöffnet ?!!

Wenn ich es richtig gesehen habe, ist die alte Umfrage immer noch aktiv. Diese zeigt weiterhin, dass die Mehrheit „der Schleswiger“ hinter Herrn Dahl steht.
Warum wurde diese wieder aufgemacht? Hoffen einige Redakteure weiterhin, dass die Dahl Gegner schneller klicken können und eine größere Proxyauswahl besitzen?

Auch früher schon sind Kreuzzüge gescheitert. Leider lässt sich vermuten, dass einige, schreibende Kreuzritter hier dann doch nicht das Format des Papstes Urban II haben.


Mit freundlichen Grüßen,
Frauke Karombisch aus Hintertufflingen

NORBERT MUMM,SCHLESWIG 22.11.2008 18:08
Kommentare zurAbwahl-Initiative BM Dahl

Wie feige ist doch die Mehrheit derjenigen,die hier ihre Kommentare abgeben.Kürzel,Fantasienamen; schämt euch!
Mich wundert,dass die SHZ so etwas zulässt und mitmacht.Leserbriefe werden doch auch nur mit vollem und richtigem Namen veröffentlicht!
Ist wohl eine Zeiterscheinung: Man gibt sich heutzutage per SMS den Laufpass,chattet im Internet als Fantasieperson,kann Hartz IV-Empfänger anonym denunzieren, uvm.
Welch vorbildhaftes Verhalten für unsere Jugend!

P.B. 22.11.2008 18:17
... schämt euch

Sehr geehrter Mumm,
der Presserat wurde z.B. heute von mir mit vollem Namen und Anschrift informiert und es hat schon seine Gründe, dass ich hier als P.B. erscheine.
Was haben Sie gegen Hartz IV Empfänger? Ich war bisher sehr bemüht sachlich zu bleiben.
MfG P.B.

P.B. 22.11.2008 18:39
... schämt euch

Herr Mumm, geben Sie mal bei Google " P.B. Schleswig " Sie finden sofort meine Kommentare. Wie würden sich wohl Vermieter, Banken, Arbeitgeber usw. bei meinen kritischen Kommentaren verhalten?

DETLEF KAROMBISCH 22.11.2008 19:04
Betreff Anonymität und falsche Identität

An Norbert Mumm:
Sie schreiben, es sei feige Artikel unter Fanasienamen zu veröffentlichen. Außerdem wundern sie sich, warum der sh:z diese Artikel nicht löscht.
Wo doch des häufigeren Leserbriefe in den Schleswiger Nachrichten erscheinen, deren Autoren auch nach intensiven Nachforschungen nicht auffindbar sind…..

Die Möglichkeit anonymer, d.h. gesellschaftlich folgenloser (siehe Vorredner), Kritik ist zudem ein wichtiger Faktor in der freien Demokratie, die auch von ihrer Partei, der SPD angestrebt wird.


Viele Grüße Detlef Karombisch


Übrigens sind die Karombischs per E-Mail unter Abfall@mail.3dl.am zu erreichen.

NORBERT MUMM,SCHLESWIG 22.11.2008 21:25
An P.B.

Sie fragen mich; "Was haben Sie gegen Hartz IV-Empfänger?" Nichts!!!! Sollten Sie das aus meinen Äußerungen schließen,dann habe ich mich wohl nicht klar genug ausgedrückt.
Mir geht es um die Feigheit, sich in der Anonymität zu verbergen. Wenn Hartz-IV-Empfänger anonym bei der Arge angezeigt werden, geht diese dem nach (Fernsehbericht vor wenigen Tagen). Jeder kann also jeden anschwärzen. Das gab´s doch schon mal! Jetzt verstanden?

JO STEINKE 23.11.2008 03:29
Manipulation oder Meinungsmache?

Ist es pure Schusseligkeit? Fehlende Abstimmung der Inhalte? Fachliche und sprachliche Inkompetenz? Oder geschickte Meinungsmache einiger lokaler Medienschaffender oder gar einer vermeintlich unabhängigen Regionalzeitung?

Abgesehen davon, dass es ein journalistisches No-go und an Peinlichkeit kaum zu überbieten ist, sich selbst zum zentralen Thema der eigenen Berichterstattung zu machen, finden sich in den Veröffentlichen bzgl. der abgeschalteten Online- Umfrage zur Zukunft des Schleswiger Bürgermeisters finden zahlreiche Auffälligkeiten, die Erklärungsbedarf wecken.

Eine Wertung will ich hier (noch) nicht vornehmen. Vielmehr möchte ich nur Fakten auflisten, so dass sich jeder Leser ein eigenes Urteil bilden kann.


1. Die Umfrage

Am Mittwoch fand sich im Umfeld eines Artikels über den Bürgermeister der Stadt Schleswig, Thorsten Dahl, eine Online-Umfrage ins Netz. Titel: "Bürgermeister vor der Abwahl".

Ungeachtet der suggestiven Wortwahl, die sich auch in der Formulierung der Fragen wieder findet, handelt es sich bei der fettgedruckten Überschrift formal um eine justitiable weil unrichtige Tatsachen-Behauptung.

Richtig ist, dass ein Bürger der Stadt Schleswig von § 57d der schleswig-holsteinischen Gemeindeordnung Gebrauch gemacht hat und ein Verfahren zur Abwahl des Bürgermeisters eingeleitet hat. Ob dieser Bürger die laut shz vom 20. 11. 2008 erforderlichen 4122 Unterstützer-Unterschriften ( www.shz.de/schleswig-holstein/artikeldetail/article/111/thorsten-dahls-buergermeister-stuhl-wackelt.html ) wahlberechtigter Schleswiger Bürger einwerben kann oder das Abwahlverfahren mangels Befürworter erfolglos bleibt, ist bis dato völlig offen. Diesem Sachverhalt wird in besagter Überschrift nicht berücksichtigt und statt dessen der Eindruck erweckt, das Verfahren sei bereits so weit fortgeschritten, dass die Abwahl des Bürgermeisters unmittelbar bevor stehe.

War der Umfrage-Titel lediglich Ergebnis von Schusseligkeit? Oder war sich der Verfasser durchaus des manipulativen Charakters seiner Formulierung bewusst?

2. Manipulationsverdacht

19. 11. 2008, 18:45 Uhr: Laut Kommentar Hoppenstedt ( www.shz.de/schleswig-holstein/panorama/artikeldetail/article/237/thorsten-dahls-buergermeister-stuhl-wackelt.html ) haben sich 51,4 Prozent der Umfrage-Teilnehmer gegen die Abwahl des Bgm ausgesprochen.
20. 11. 2008, 18:25 Uhr: berichtet Verfasser/in D.U.S. in demselben thread von 65 Prozent Zustimmung für eine Abwahl und fragt, wer "denn da an der Uhr gedreht" habe.
20. 11. 2008, 20:10 Uhr: F.J. spricht in seinem Kommentar von einem kurzfristigen Umschwung in der Online-Umfrage, ausgelöst durch rund 500 Votings zwischen 22 und 24 Uhr am Vorabend.
21. 11. 2008, 10:52 Uhr: Die shz-Online-Redaktion in besagtem thread nimmt Stellung zum Manipulations-Verdacht. Mitarbeiterin Mira Nagar: "...Wir können aber nicht verhindern, dass einige unserer Leser mehrfach abstimmen..."
Eine Aussage, die so nicht richtig sein kann. Das belegt ein Artikel vom 22. 11. 2008 in den Schleswiger Nachrichten ( www.shz.de/lokales/schleswiger-nachrichten/artikeldetails/article/791/dahl-abwahl-umfrage-im-internet-massiv-manipuliert.html ). Eigentlich, so kann man dort nachlesen, sei es nicht möglich, Umfragen zu manipulieren. und weiter: "...Doch diese Sperre lässt sich mit technischen Tricks umgehen. Wer mehrfach abstimmen will, muss daher die Spuren verwischen, die sein Computer hinterlassen hat..."
Sollte es wirklich der Fall sein, dass die Signatur die einzige Sicherung des Umfrage-Tools gegen Mehrfach-Votings sind, ist das höchst unprofessionell und lässt berechtigte Zweifel aufkommen an der Korrektheit aller bisherigen und zukünftigen shz-Online-Umfragen. Denn jeder halbwegs auf die Wahrung seiner Privatsphäre bedachte Internet-Benutzer, der seinen Browser entsprechend konfiguriert hat, bemerkt diese "Sperre" nicht einmal.

Lediglich ein Beispiel fachlicher Inkompetenz? Oder wurde hier bewusst ein Hintertürchen offen gelassen, um das Umfrage-Ergebnis in die gewünschte Richtung zu lenken?



3. Die Abschaltung


21.11.2008, 12.56 Uhr: Die Online-Redaktion schaltet die Umfrage im Zusammenhang mit der Artikel vom 20. 11. 2008 unter dem Titel "Thorsten Dahls Bürgermeister-Stuhl wackelt" im Bereich Schleswig-Holstein/Panorama ab. Online-Redakteur Hauke Mormann begründet in einer Stellungnahme im Kommentar-Bereich: "Der Verdacht der Manipulation hat sich erhärtet." ( www.shz.de/schleswig-holstein/panorama/artikeldetail/article/237/thorsten-dahls-buergermeister-stuhl-wackelt.html )
22. 11. 2008, 15:34 Uhr: Die einem Artikel vom 21. 11. 2008 ( www.shz.de/home/top-thema/article//manipulation-umfrage-abgebrochen.html ) zufolge abgeschaltete Umfrage ist im Bereich Lokales/Schleswiger Nachrichten im Zusammenhang mit dem Artikel vom 19. 11. 2008 unter dem Titel: Bürger wollen Thorsten Dahl abwählen) www.shz.de/lokales/schleswiger-nachrichten/artikeldetails/browse/1/article/791/buerger-wollen-thorsten-dahl-abwaehlen.html) immer noch aktiv. Das belegt der Kommentar von M. Penz von 15:34 Uhr: "Immer noch online" ( www.shz.de/home/top-thema/article//manipulation-umfrage-abgebrochen.html).

Hat es hier nur an der Abstimmung zwischen den Ressorts gemangelt? Oder wollte wer auch immer wem auch immer die Möglichkeit zur Ergebnis-Kosmetik geben?


4. Erklärungen der Redaktion

21. 11. 2008, 15:10 Uhr: Online-Redakteur Hauke Mormann nimmt Stellung zu einem Kommentar: "...Wir können nicht nachvollziehen, wer wann in welchem Maße manipuliert hat. Wir können lediglich feststellen, dass manipuliert wurde..." ( www.shz.de/home/top-thema/article//manipulation-umfrage-abgebrochen.html )

22. 11. 2008, Artikel in den Schleswiger Nachrichten mit dem Titel "Dahl-Abwahl: Umfrage im Internet massiv manipuliert" ( www.shz.de/lokales/schleswiger-nachrichten/artikeldetails/article//dahl-abwahl-umfrage-im-internet-massiv-manipuliert.html ) stellt sich dies dann doch ein wenig anders dar. Der Verlag, heisst es da, habe die Umfrage am Freitag um 12:56 Uhr abgeschaltet (nicht ganz richtig oder halb falsch, wie bereits ausgeführt), weil die Abstimmung zuvor von Internetnutzern massiv manipuliert worden sei. Und weiter: "Die auffälligste Bewegung hatte es gestern zwischen 8 und 11 Uhr gegeben. Innerhalb von drei Stunden schoss die Zahl der Stimmen für den Bürgermeister kräftig nach oben. Dahls Stimmenanteil verdreifachte sich."
Daraus leitet sich zwingend ab, dass für shz-Mitarbeiter sehr wohl nachvollziehbar ist, wann und in welchem Maße manipuliert wurde. Bestätigt wird damit auch der Einsatz entsprechender Statistik-Tools. Verwunderlich nur, dass rund 500 Stimmen, die dem oben erwähnten Kommentar von F.J. zufolge am 19. 11. 2008 zwischen 22 und 24 Uhr für eine erdrutschartige Trendwende zugunsten der Abwahl-Befürworter sorgte, von den Verantwortlichen offensichtlich keinesfalls als "Auffälligkeit" eingestuft wurden.
Dies bestätigt die abschließende Passage des Artikels: "Manipuliert wurde in beide Richtungen. Auch die Dahl-Gegner nutzten diese Tricks - allerdings in geringerem Umfang."

Ist der Verfasser einfach nur zu unsensibel und sprachlich zu unbegabt, um die ungeheuerliche Bedeutung dieser Aussage zu erfassen? Oder wird hier mit unverhohlenem Zynismus ein Spottlied auf den Pressekodex ( www.presserat.de/Pressekodex.pressekodex.0.html ) gesungen, den für alle Medienschaffenden geltenden Ehrenkodex des Deutschen Presserates?

Abschließend sei mir ein Resumee erlaubt: Ich meine, es wird höchste Zeit, dass der von mir hoch geschätzte Chefredakteur Stefan Richter dem ebenso unprofessionellen wie unwürdigen Treiben der beteiligten Mitarbeiter der Schleswiger Lokalredaktion ein für alle Mal ein Ende setzt, bevor die beteiligten "Kollegen" dem Ruf des Verlagshauses und dem Ansehen eines ganzen Berufsstandes weiteren Schaden zufügen können.



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