Politik statt Party

Sylt-Schreck Christoph Stüber: Jetzt will er in die Politik

22. September 2009 | 17:52 Uhr | Von Ove Jensen

Christoph Stüber tritt zur Wahl an - er möchte ein Prozent ergattern.

Der Initiator der legendären und umstrittenen Sylt-Beach-Party tritt zur Landtagswahl an. Ein Programm hat er nicht, da er sich ohnehin keine Chancen ausrechnet.

Im Juni wurde Christoph Stüber bekannt, als er im Internet zu einer Party auf Sylt aufrief und 5000 Besucher die Insel stürmten. Jetzt plant der 26-Jährige aus Busdorf seinen nächsten Streich: Er will in den Landtag. Im Wahlkreis 7 (Schleswig und Umgebung) steht er ganz unten auf dem Stimmzettel - als parteiloser Einzelbewerber.

Auf die Frage nach seinem Programm antwortet er: "Ich will ein Prozent der Stimmen holen." Politische Inhalte, meint er, brauche er nicht. "Ich werde ja sowieso nicht gewählt." Auf die Idee  mit der Kandidatur haben Freunde ihn gebracht. "Die meinten, ich sollte nach der Sache mit Sylt meine Popularität irgendwie ausschöpfen." Als unabhängiger Bewerber brauchte Stüber 100 Unterstützerunterschriften aus dem Wahlkreis. Das war kein Problem. Stüber lief  einmal durch seine Heimatgemeinde, dann hatte er sie zusammen. Ob die 100 Unterzeichner ihn auch alle wählen? "Das glaube ich eher nicht."

Wahlkampf nur bei "MeinVZ"

Statt in der Fußgängerzone Handzettel zu verteilen oder zu Informationsveranstaltungen einzuladen wie andere Kandidaten, fuhr Stüber in dieser Woche nach Köln, um Freunde zu besuchen. Wahlkampf macht er ausschließlich auf seinem persönlichen Profil bei der Internet-Plattform "MeinVZ". Auf demselben Weg hatte er schon seine Sylt-Party propagiert. Der Zulauf, den er damals hatte, ist diesmal allerdings ausgeblieben. "Meine größten Konkurrenten sind die Piraten", meint Stüber. Die neue Partei, die sich in erster Linie für ein freies Internet einsetzt, richte sich an dieselbe Zielgruppe wie er.

Ob er dann nicht selbst auf der Liste der Piraten hätte kandidieren können statt als Einzelkämpfer? "Das wäre vielleicht eine Maßnahme gewesen. Aber die sind nicht an mich herangetreten." Die etablierten Parteien seien für ihn jedenfalls nicht in Frage gekommen. "Letztes Mal habe ich noch SPD gewählt, aber das ist vorbei. Die Großen kungeln alles unter sich aus."

Um auf das eine Prozent zu kommen, das er sich zum Ziel gesetzt hat, bräuchte  er 300 bis 400 Wähler. "Ich hoffe, dass meine Freunde mich wählen und vielleicht ein paar Leute, die mit dem großen Parteien unzufrieden sind. Meine Chancen auf den Sieg sind ja wohl gleich null." Und wenn er doch in den Landtag einziehen sollte? "Dann wäre ich der letzte, der sagt, ich fahr da nicht hin nach Kiel."


 

Leserkommentare

 
LENA S. 22.09.2009 18:39
hahahah

Mein kommentar: hahahahahahahahah Schade um die sinnlosen verschenkten Wählerstimmen!

UWE T. AUS W. AUF S. 22.09.2009 19:04
Stüber & Politik

Der Mann ist einfach nur peinlich. Wartet, dass die "Piraten" auf ihn zu kommen. Selber so richtig aktiv werden war und ist nicht seine Stärke. Politikprobelme generell und die von Schleswig-Holstein besonders werden sicher nicht mit Hilfe solcher Party-Clowns gelöst. Er hat schon im Sommer gezeigt dass er seine Probleme und Aufgaben gern von anderen lösen lässt.

D.U.S. 22.09.2009 19:12
Juhuuu !!!!!!!!!!!

Der und Dr. zu und was weiß ich noch zu Campe, was soll da noch schief gehen ?

K. P. BARNICK 22.09.2009 19:53
Jaaaaaaaaaaa

Auf Stüber hat das Land nur gewartet.
Christoph, wie wäre es dann mal mit vernünftig arbeiten und nicht nur auf Sozialhilfe warten?

STORMBRINGER667 22.09.2009 21:12
Weitermachen!

Damit die Kieler endlich mal merken, daß die Macht wirklich vom Volke ausgeht.

J.O.W. 22.09.2009 21:22
oh gott

ist der doof.

EDE FOWLER 23.09.2009 07:54
Ausgewogene Berichterstattung

Um den Zensur- und Manipulationsvorwürfen bezüglich der Wahlkampfberichtererstattung aktiv entgegen zu wirken, hat die SHZ-Homepage heute mal besonders brisante Themen auf den obersten Rängen.
'Restaurantester Rach' war in SH ... und kommt ins Fernsehen... nee, sieh mal an...
Handball ist auch wichtig ... fast so wichtig wie Fußball ...
Aus der Ansammlung eniger Tausend Gelangweilter, die keine organisierte Party vorfanden sondern nur ein paar Tausend Gelangweilte, wird jetzt eine 'legendäre und umstrittene Sylt-Beach-Party ... und der damalige Initiator, dem es weder zum Loser noch zum Heroe gereicht, will seine 'witzige Aktion' in der Politik wiederholen. Na, wenn das mal nicht flexibel ist ... und das sollen wir ja schließlich alle sein, wäre dann doch niemand mehr arbeitslos ... und Kredite würden wahrscheinlich auch nicht mehr klemmen ... und die HSH-Nordbank hätte plötzlich keine toxischen Schiffspapiere mehr im Keller (30 Milliarden?) ... die unsichtbare Hand würdeuns alle sanft strecheln ...

So einfach kann die Welt in Schleswig-Holstein sein ... wie schön.

Danke SHZ, für diesen Morgengruß ...

PAULINE 23.09.2009 09:37
Warum nicht?

Versuch macht klug. Auf einen Bekloppten mehr kommt es doch nun wirklich nicht an.
Mich würde interessieren, ob er schon für die Beach-Party bezahlt hat.
Na denn........

MAJA 23.09.2009 09:38
schade..

dass die gute Nordseeluft ihm offensichtlich nicht geholfen hat sein drogenvernebeltes Hirn mal freizupusten.. aber mal ganz ehrlich.. was wären wir ohne solche Hohlbirnen.. ein sehr langweiliges Land! Schade ist nur, dass er diesen Plan offensichtlich ernst nimmt.. DAS ist ein wenig angsterregend.. aber prinzipiell halte ich ihn für einen harmlosen Irren..

C.S. 23.09.2009 12:00
Christoph

Ich finde so einer wie Christoph Stüber schadet den anderen Parteien der Wahl. Die Stimmen werden verschenkt. Ich hoffe, dass die Menschen so vernünftig sind und die anderen Parteien wählen, denn er wird als Politiker bestimmt nicht viel aussagen können.

MR. NICE 23.09.2009 12:07
Peinlich , peinlich ...............................................

Herr Stüber ist ein gutes Beispiel ... das unsere Jugend verdummt !.!.!
Er soll mal lieber so viel Energie in die Jobsuche investieren anstatt sich als Lachnummer für unsere Jugend zu verkaufen !.!.!



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