Nach Protestmarsch
Straßenschlachten in Hamburgs Schanzenviertel
"Gegen den Kapitalismus" demonstrierten etwa 950 Linke in den Stadtteilen Altona und St. Pauli.
Während die Hamburger in vielen Lokalen und Diskos friedlich in den Mai tanzten, begann der "Wonnemonat" im Schanzenviertel mit Chaos und Gewalt. Ein zunächst friedlicher Protest gegen einen geplanten Aufmarsch der rechten Szene endete bald im Chaos. Barrikaden brannten, Steine flogen. Rund um das linke Zentrum Rote Flora schossen Autonome mit Feuerwerkskörpern auf Polizisten und bewarfen sie mit Steinen. Dabei wurde ein Beamter leicht verletzt.
Eine Gruppe Vermummter verwüstete eine Sparkassen-Filiale mit Steinen, andere Linke schlugen mit Eisenstangen um sich. Mehrere hundert Polizisten aus Hamburg und Bremen konnten die Randalierer schließlich trennen. Vier Randalierer wurden vorläufig festgenommen. Mit Wasserwerfern löschten die Sicherheitskräfte vor allem die brennenden Barrikaden.
22-Jährigen krankenhausreif geschlagen
Auch in Schleswig-Holstein blieb die Nacht nicht überall ruhig. So wurde in Brunsbüttel ein 22 Jahre alter Mann von drei dunkel gekleideten Männern attackiert, als er in der Koogstraße mit seinem Handy telefonierte. Sie schlugen und traten auf ihn ein, so dass er ins Krankenhaus musste. Die Täter flüchteten unerkannt, die Polizei sucht Zeugen.
In Hemmingstedt (Kreis Dithmarschen) schlug ein Mann in einer Kneipe einer Frau ein Bierglas an den Kopf. Sie musste jedoch nicht ins Krankenhaus. In Heide überfielen drei Unbekannte einen Mann von hinten, rissen die Hosentasche seiner Jeans auf und klauten das Portemonnaie.





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