Sönke Funck ist neuer Nord-Propst

29. April 2010 | 06:25 Uhr | Von Arne Peters


Glückwünsche vom Synodenvorsitzenden Pierre Gilgenast (Mitte): Der künftige Propst Sönke Funck (r.) erhielt nicht nur einen Blumenstrauß, sondern auch die besten Wünsche von seinem Vorgänger Knut Kammholz (l.). Foto: peters (2)

Sönke Funck ist der neue Propst für den Bezirk Nord des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde. 62 der 92 Synodalen gaben dem 46-Jährigen gestern im Rendsburger Christophorushaus ihre Stimme - ein Ergebnis, mit dem er "nicht gerechnet" hatte, wie Funck sagte. Aus Unmut darüber, dass nur ein Kandidat zur Verfügung stand, wäre auch ein gedankenloses "Durchwinken" oder eine große Ablehnung denkbar gewesen. "So liege ich genau in der Mitte. Damit bin ich sehr zufrieden", erklärte Funck. Mindestens 50 Stimmen und damit mehr als die Hälfte der insgesamt 99 Synodalen waren für die Wahl des Propstes erforderlich.

Sönke Funck, der seinen Amtssitz in Eckernförde haben wird, hatte sich vor der Wahl noch einmal in einer 20-minütigen Rede vorgestellt: Seit 1993 ist der Ehemann und Vater zweier Söhne Pastor der Kirchengemeinde Hütten und vielfältig engagiert. Zwölf Jahre war Funck Mitglied der Kirchenkreissynode Eckernförde. Zurzeit gehört er der Nordelbischen Synode an und vertritt dort den Kirchenkreis. In den vergangenen zwei Jahren war er zudem Mitglied des theologischen Beirates der Nordelbischen Kirche.

Funck betonte, dass es ihm wichtig sei, "nahe beim Menschen" zu sein. Sowohl die Seelsorge als auch die vielen Angebote des Kirchenzentrums gelte es zu erhalten. "Eine der wichtigsten Aufgaben wird die Bewahrung und Sicherung der diakonischen Arbeit sein", sagte Funck, der ebenso das gute Miteinander innerhalb der Kirche pflegen möchte. Von sich selbst sagte der 46-Jährige, dass er ein hohes Maß an Erfahrung in der Kirchenarbeit sowie eine gute Einbindung in die kirchlichen Strukturen und gute Kenntnisse des Kirchenkreises mitbringe. Ebenfalls habe er einen guten analytischen Blick, um Probleme zu entdecken und anzugehen. Funck: "Und eines bin ich ganz bestimmt nicht: beratungsresistent. Ich wünsche mir ein klares und offenes Miteinander."

Die Eigenschaften Funcks stellte auch der Bischofsbevollmächtigte Gothart Magaard als Mitglied des Pröpstewahl ausschusses vor: große Erfahrung mit gemeindlicher Arbeit, die Fähigkeit, Menschen zu ermutigen und für die Sache Jesu zu begeistern sowie sensibel hin- und zuzuhören, Verantwortungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit sowie theologische Kompetenz.

Zu der Tatsache, dass nur ein Kandidat zur Wahl stand, gab Magaard zwei Hinweise: So sei zum einen in allen aktuellen pröpstlichen Besetzungsverfahren die Anzahl von Bewerbern gering. Zum anderen müssen mindestens sechs von neun Mitgliedern des Pröpstewahl ausschusses für einen Bewerber stimmen, um ihn zur Wahl zuzulassen.

Sönke Funck wird sein Amt am 1. Juni antreten. Er ist für 21 Kirchengemeinden zuständig. Außerdem gehören zu seinem Arbeitsbereich das Zentrum für Kirchliche Dienste und die Diakonie. Der bisherige Propst Knut Kammholz geht Ende Mai in den Ruhestand. Er wird am 9. Mai in der St.-Nicolai-Kirche in Eckernförde verabschiedet.

Da auch der Propst für den Südbezirk Ende Mai in den Ruhestand gehen wird, wurde bereits im Februar ein Nachfolger für Amtsinhaber Kai Reimer gewählt. Am 1. Juni wird Pastor Matthias Krüger (45) das Amt antreten. Er hat seinen Dienstsitz offiziell in Rendsburg und wird im Pastorat in Rickert wohnen.

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