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Aufschüttung

So soll Helgoland vergrößert werden

09. Mai 2008 | Von Rieke Beckwermert

So kann die fertig aufgeschüttete Landverbindung zwischen Helgoland und der bisherigen Badeinsel Düne aus der Luft aussehen. Foto: dpa

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Er will Helgoland vergrößern: Der Hamburger Unternehmer Arne Weber stellt jetzt konkrete Pläne vor.

Hamburg / Helgoland. Arne Weber legt nach. Vier Wochen nach der Veröffentlichung seiner Pläne zur Landvermehrung Helgolands sollen morgen alle Haushalte auf der Insel eine "Konzeptstudie für einen Masterplan Helgoland" erhalten.

Auf 16 Seiten präsentiert der Hamburger Bauunternehmer sein Konzept, das er mit der Technischen Universität Hamburg-Harburg und dem Alfred-Wegener-Institut auf Helgoland erstellt hat. Ziel sei eine Neuausrichtung mit Modellcharakter und ein Imagewandel hin zum "Naturerlebnis Helgoland". Wenig daran ist neu. Dennoch liefert der Plan Details zu Naturschutz, Verkehrsanbindung, Bebauung, Finanzen und technischer Umsetzung.

So sollen Hopperbagger innerhalb von zwei Jahren 10 Millionen Kubikmeter Sand in die Nordsee einsprühen, wodurch sich der Sand langsam und dicht ablagere. Der Sand werde voraussichtlich aus dem Bereich Helgoland-Elbemündung-Wesermündung gesaugt.

Die Helgoländer sollen "finanziell nicht belastet werden"

Zwei Häfen sollen geschlossen werden: Der Dünenhafen, der nur durch die dann überflüssige Dünenfähre genutzt wird, und der Nordosthafen auf der Hauptinsel. Sportboote sollten zukünftig am Binnenhafen anlegen, der Frachtumschlag in den Südhafen verlagert werden. Auf der Düne sollen die beiden Start- und Landebahnen des Flughafens um jeweils 500 Meter auf 1200 Meter verlängert werden.

Zum Download: Der Masterplan für Helgoland (PDF, 900 KB)


Weber glaubt, zu einer Stabilisierung und Erweiterung der Naturschutzgebiete Helgolands beitragen zu können. Die Robben-Kolonie etwa könne möglicherweise durch einen erweiterten Strand mehr Ruhe erhalten. Seeseitig könne mit einem künstlichen Unterwasser-Riff Lebensraum für Flora und Fauna geschaffen werden. Strömungsmessungen, Wellenberechnungen und Klimafaktoren werden in eine Umweltverträglichkeitsstudie einfließen.

Das Konzept soll Vertrauen schaffen. Deshalb wird betont, dass die Helgoländer finanziell "nicht belastet werden sollen". Großbanken, institutionelle Anleger und Privatinvestoren hätten bereits Interesse signalisiert. Ebenso die Kieler Staatskanzlei: "Uns liegt ein Brief des Pinneberger Landrats vor, in dem ein Gespräch des Ministerpräsidenten mit Herrn Weber angeregt wird", so ein Regierungssprecher. Man habe den Landrat um weitere Informationen geben, "damit über den Gesprächswunsch entschieden werden kann."


 

Leserkommentare

 
JOERG WARSOW 09.05.2008 11:19
Helgoland

Mir gefaellt diese Idee. Traegt sie doch dazu bei, Helgoland und somit auch Nord-
deutschland attraktiver zu machen.
Habe mir vor kurzem noch die Aufschuettung von "The Palm" vor den Vereinigten
Arabischen Emiraten angesehen.
Auch ein neuer Anziehungspunkt fuer Touristen. Darum ja zu Helgoland und
zur Inselerweiterung.



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