Silo soll für schnelles Internet sorgen

24. September 2010 | 04:10 Uhr | Von gks

Mit knapp 50 Metern Höhe (rund 70 Meter über dem Meeresspiegel) ist der Getreidesilo in Schaalby einer der höchsten Punkte in Südangeln. Von hier aus will die Telekom das schnelle Internet durch die Luft in die Haushalte bringen. Foto: karstens

Schaalby. Die Gemeinde Schaalby soll in Kürze einer der ersten von rund 30 Standorten in Schleswig-Holstein sein, in der der neue Mobilfunkstandard LTE installiert wird. Diese Mitteilung überbrachte den überraschten Gemeindevertretern Thomas Fannasch von der Telekom. Danach sollen noch in diesem Jahr auf dem Getreidesilo drei Antennen für eine 360-Grad-Rundumversorgung angebracht werden. Wenn dann ab Anfang 2011 für die Verbraucher die erforderlichen Endgeräte in genügender Zahl von den Herstellern zur Verfügung gestellt werden, soll über ein LTE-Netz, eine Weiterentwicklung des UMTS-Mobilfunknetzes, ein drahtloser Internetempfang im Umkreis von zehn Kilometern möglich sein.

Die anfängliche Übertragungsgeschwindigkeit wird laut Fannasch bei etwa zwei Megabits liegen - bis zu 50 sollen später technisch möglich sein. Über die Gebührenhöhe lägen noch keine Informationen seitens der Telekom als zunächst einzigem Anbieter dieser neuen Technik im Raum Südangeln vor. Da die Installation der Antennen ohne Baugenehmigung möglich ist, blieb den Gemeindevertretern nur die Möglichkeit, die Ausführungen zur Kenntnis zu nehmen. Die Stimmung war positiv, da man ein schnelleres Internet im ländlichen Raum als wichtigen Standortfaktor ansieht. Die besorgte Frage nach einer möglichen erhöhten Strahlenbelastung entkräftete Fannasch: Diese sei nicht höher als bei einem herkömmlichen Mobilfunkgerät. Joachim Kock von der Amtsverwaltung Südangeln ergänzte, dass nach einem zwischenzeitlichen Stillstand in die Planungen für eine bessere Internetversorgung auf Amtsebene zwar langsam wieder Bewegung gekommen sei. Ob die geplante Ausschreibung aber zum Erfolg führe, sei noch nicht klar. Insofern sei die von der Telekom geplante Maßnahme zu begrüßen.

Aus dem Bauausschuss berichtete Claus Hansen. Die Eon plane, verschiedene Oberleitungen niederzulegen. Mit Mitteln aus dem Sonderprogramm Winterschäden habe man die Wiesenstraße in Moldenit saniert, der Sportplatz in Schaalby soll - bei einer Drittelung der Kosten zwischen Gemeinde, Amt als Schulträger und Sportverein - besser entwässert werden. Die baufällige Fußgängerbrücke in Winningmay wurde abgerissen. Sie werde neu aufgebaut. Laut Kurt Hebel ist der Jahresabschluss 2009 aufgrund von Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer und einem höheren Anteil an der Einkommensteuer etwas besser ausgefallen als erwartet. Gut 20 000 Euro konnten der Rücklage zugeführt werden. Der Verwaltungshaushalt schloss so mit 1 404 000 Euro ab, der Vermögenshaushalt mit knapp 42 000 Euro.

Wie in fast allen Gemeinden im Bereich des Wasserbeschaffungsverbandes musste sich der Gemeinderat auch nach einer seit dem Jahr 2003 konstanten Wassergebührenordnung mit höheren Preisen beschäftigen. Für die Schaalbyer bedeutet dies, dass sie bereits mit Wirkung vom 1. Oktober 41 Cent pro Kubikmeter Frischwasser zahlen müssen (bisher 28 Cent). Die Grundgebühr steigt zum 1. Januar 2011 auf 105 Euro pro Haushalt.


 

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