Seriensieger ließen nichts anbrennen

7. Juni 2010 | 06:25 Uhr | Von lok

Jannik (10) stand mit verschränkten Armen im Kreis seiner Mitstreiter von der Jugendfeuerwehr Oeversee-Sankelmark 1 und zeigte ein ähnlich enttäuschtes Gesicht wie die anderen: nicht im Wettstreit besiegt sondern durch eine geworfene Münze. Vom Zufall wurden sie auf den vierten Platz verwiesen. Damit geht die punktgleiche Jugendwehr Glücksburg 1 als Drittplatzierte zur Landesmeisterschaft. Mit 20 Mannschaften aus 15 Jugendfeuerwehren waren rund 300 Teilnehmer an diesem warmen Tag zum Kampf um die Punkte angetreten. Die zwei besten werden zur Bundesmeisterschaft fahren: Der Feuerwehrnachwuchs aus dem Amt Steinbergkirche gewann vor den Busdorfern.

Zwei nicht einfache Hürden galt es für die Teilnehmer zu meistern: Im A-Teil ging es um einen Löschangriff mit drei Rohren und der Wasserentnahme aus einem Unterflurhydranten. Hierbei galt es nicht nur die technischen Fertigkeiten zu beweisen, sondern auch noch Hindernisse wie eine Leiterwand, einen Kriechtunnel oder einen Wassergraben zu überwinden. Maximal gab es dabei 1000 Punkte zu holen, aber auch Fehlerkataloge, die von den aufmerksamen Schiedsrichtern akribisch abgehakt wurden. Für die zahlreichen Zuschauer war es eine packende Demonstration von handwerklichem Können, Eifer und Disziplin, die die einzelnen Mannschaften bei strahlendem Sonnenschein an den Tag legten.

Nicht weniger spannend war der B-Teil, ein 400-Meter Hindernislauf mit neun Abschnitten, in denen unterschiedliche Aufgaben vom Schlauchaufrollen bis zum Zielwerfen einer Feuerwehrleine zu erfüllen waren. Auch hier gab es für Fehler entsprechende Punkteabzüge. Anfeuernde Rufe der Zuschauer begleiteten diesen Übungsteil, der bis zu 400 Punkte brachte.

Parallel zu den Wettbewerben zur Bundesmeisterschaft lief auch wieder das Spiel um den Hans-Jürgen-Reimer-Pokal. In diesem Zusatzspiel steht der Spaß an erster Stelle. Die ausrichtende Jugendwehr stellte die Aufgabe, einen Golfball möglichst schnell - und egal wie - durch einen C-Schlauch zu bringen. Dabei wurden die unterschiedlichsten Techniken angewandt, vom Rundklopfen des Schlauchs bis zum Aufpusten. Hier bewies die Jugendwehr Busdorf 1 das beste Geschick. Busdorf 1 erreichte mit 1323 Punkten dann auch den zweiten Platz im großen Wettbewerb. Mit 1397 Punkten - und damit nur drei Punkte von der Maximalzahl entfernt - legte die Jugendwehr vom Amt Steinbergkirche ein unglaubliches Ergebnis hin. Allerdings steht hinter diesem Erfolg ein anstrengendes Training. Jede Woche im vergangenen Vierteljahr wurde für diesen Wettkampf trainiert. So konnten die Steinbergkirchener den Pokal nach 2008 und 2009 zum dritten Mal in Folge gewinnen - und damit endgültig für sich behalten.

Der stellvertretende Landrat Ulrich Brüggemeier versprach bei der Übergabe, dass es im nächsten Jahr einen neuen Pokal geben wird. Kreisbrandmeister Rainer Erichsen dankte den Wehren aus Norder- und Süderstapel für die gelungene Vorbereitung und Ausführung, besonders aber der Ostangler Brandgilde, die die Finanzierung übernommen hatte.

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