Sechs Gemeinden - ein Gottesdienst

8. Juni 2010 | 06:30 Uhr | Von Michaela Lauterbach


Bereicherten den gemeinsamen Gottesdienst: die Streicher und die Kantorei St. Jürgen. Foto: Lauterbach

Wunderbare Musik, Gottes Wort und viele neue Begegnungen: Der erste gemeinsame Gottesdienst aller Kirchengemeinden im Dänischen Wohld am Sonntag in St. Jürgen war ein voller Erfolg. Gäste aller sechs beteiligten Kirchengemeinden füllten die Kirche. Bereits der Auftakt der Bläser mit "Highland Cathedral" unter der Leitung von Hella Boysen, seit 25 Jahren verantwortlich für den Posaunenchor der Kirchengemeinde Dänischenhagen, stimmte feierlich. "Wir wollen heute einander näher kommen", begrüßte Gettorfs Pastorin Christa Loose-Stolten die Gäste, "um durch Singen, Beten und anschließende Gespräche im Gemeindehaus die gute Gemeinschaft aller Kirchengemeinden im Dänischen Wohld weiterzuentwickeln." Altenholz’ Pastor Dirk Große stellte die Kirchengemeinden anhand einer imaginären Radtour durch den Wohl vor. Zudem hatte jede Kirchengemeinde als Gastgeschenk etwas für die eigene Gemeinde Typisches mitgebracht. Von den Frauen aus Altenholz war es eine selbst gestaltete Taufkerze, aus Dänischenhagen ein Stuhl als Symbol dafür, dass in der Kirche Dänischenhagen immer Platz für Gäste sei, aus Krusendorf die Chronik der Gemeinde mit Kirchspiel, aus der Kirchengemeinde Osdorf/Felm/Noer ein Fußball als Symbol für das gute Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt und aus der Kirchengemeinde Schilksee/Strande von Pastor Peter Scharfenberg just an dem Morgen gesammelte Muscheln und Strandsand.

Den Gottesdienst gestalteten alle Pastoren gemeinsam. Das Credo, das Glaubensbekenntnis, übernahm Pastor Okke Breckling-Jensen aus Altenholz, die Lesung Pastor Peter Scharfenberg, die Fürbitten Pastor Peter Kanehls aus Dänischenhagen und die Predigt Gettorfs Pastor Frank Boysen. Darin knüpfte er an das Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazerus aus dem Lukas-Evangelium an, um mit Erkenntnissen aus der Psychologie und Verhaltensforschung festzustellen, dass es nicht das Geld ist, was glücklich macht. "Wir sind alle reich", sagte er. "Vielleicht an Freunden, oder wir haben ein reiches Familienleben. Und wenn wir keinen Ausweg mehr wissen, bietet sich die Chance, mit Gott neu anzufangen." Den Segen sprach Krusendorfs Pastorin Ursula Strohecker.

Der gemeinsam gestaltete Gottesdienst kam bei den Gästen aller beteiligten Gemeinden ausgesprochen gut an. Nach so viel positiver Resonanz kündigte Osdorfs Pastor Thomas Heik an, in Zukunft in jedem Jahr an wechselnden Orten einen gemeinsamen Gottesdienst ausrichten zu wollen. Welche Kirchengemeinde beim nächsten Mal Gastgeber sein wird, steht allerdings noch nicht fest.

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