Scheidende Diakonin möchte Clownin werden
Sie bezeichnet sich selbst auch schon einmal als "Kirchenmaus": Jetzt kehrt sie - zumindest offiziell - dieser Heimat den Rücken: Diakonin Annekatrin Clausen wurde einige Tage vor ihrem 65. Geburtstag mit einem Gottesdienst und einem Empfang in den Ruhestand verabschiedet.
Sie habe es verstanden, die spezifischen Erfahrungen der Senioren mit der christlichen Lebensdeutung in Beziehung zu setzen - nicht pastoral und belehrend, sondern spielerisch und partnerschaftlich. Mit diesen Worten würdigte Pastor Rainer Karstens die Vorzüge der Scheidenden in St. Marien. So habe sie mit dem von ihr unter anderem geleiteten heiteren Gedächtnistraining das Bild der klassischen kirchlichen Altenarbeit verändert.
In herzlicher Atmosphäre verlief auch der Empfang im Haus der Kirche in Regie von Kirchenvorstandsmitglied Gisela Hamann. Dabei drückten "ihre" Senioren Annekatrin Clausen die Wertschätzung mit Beiträgen in Wort und Gesang aus. Eine besondere Überraschung bedeutete für die 2000 als Diakonin Eingesegnete die Teilnahme von Pastor Henning Kiene. Er hatte sie 1993 für die hauptamtliche Mitarbeit in der Kirchengemeinde "ausgeguckt".
Einige Aufgaben musste Annekatrin Clausen aus gesundheitlichen Gründen bereits vor der Rente niederlegen. Im nächsten halben Jahr will sie es zunächst ruhig angehen lassen, "auf Reisen und Oma sein". Doch danach hat sie sich ein neues Ziel gesetzt: Sie möchte eine zweijährige Ausbildung zur Clownin beginnen, um den Menschen im Krankenhaus und in Gottesdiensten Freude zu bereiten.
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