Sparpläne
Quo vadis, Uni Flensburg?
Krankenhäuser, Kindertagesstätten und nun auch die nördlichste Uni Deutschlands: Sollten die Haushaltsvorschläge von CDU und FDP Früchte tragen, werden in Flensburg wohl bald nur noch Lehrer ausgebildet. Das trifft bei der Landtagsfraktion des Südschleswigen Wählerverbandes (SSW) auf Unverständnis.
Anke Spoorendonk, Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, kritisiert die Vorschläge der Regierung scharf: "Der Rückschritt der Universität Flensburg zur Lehrerbildungsanstalt wäre bildungspolitischer und regionalpolitischer Unsinn." Es dürfe nicht sein, dass "Kiel gedüngt" und andere Standorte wie Flensburg benachteiligt würden. Sie fordert die Landesregierung auf, "die Universität Flensburg als vollgültige, eigenständige Universität zu erhalten."
"Bildungspolitik mit Bulldozer"
Sollte dies nicht geschehen, zeichnet Anke Spoorendonk ein düsteres Zukunfts-Szenario für das ganze Bundesland: "Am Ende steht ein Schleswig-Holstein mit weniger Schulden aber noch weniger Zukunft."
Bernd Schauer, Landesgeschäftsführer der Lehrergewerkschaft GEW, wettert: "Die schwarz-gelbe Landesregierung betreibt Bildungspolitik mit dem Bulldozer." Statt die Uni zu einer Pädagogischen Hochschule zurück zu wandeln, solle sie finanziell besser ausgestattet werden, "um zum Beispiel die Wirtschaftswissenschaften in Kooperation mit Dänemark auszubauen und auch die Bedingungen in der Lehrerausbildung zu verbessern".





Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben. Anmelden
Warum muss ich mich anmelden/registrieren?
shz.de distanziert sich prinzipiell von allen in den Leserkommentaren geäußerten Meinungen ohne Rücksicht auf deren Inhalte. Alle Beiträge in den Leserkommentaren geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen der User wieder.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien für Kommentare!