Bestechungsvorwurf gegen THW Kiel
Polnische Handball-Schiedsrichter schockiert
Die polnischen Handball-Schiedsrichter Marek Goralczyk und Miroslaw Baum haben sich schockiert über Bestechungsvorwürfe im Zusammenhang mit dem Champions-League-Sieg des THW Kiel vor zwei Jahren gezeigt.
Herr Baum, es ist der Verdacht geäußert worden, Sie und Ihr Kollege Goralczyk hätten das Champions League-Finale 2007 manipuliert. Haben Sie Geld angenommen?
Nein, um Gottes Willen. Das alles ist ein großer Schock für mich. Seitdem ich von dem Vorwurf weiß, bin ich psychisch angeschlagen.
Hat die Europäische Handball-Föderation Sie schon befragt?
Nein. Keiner bei der EHF hat mich kontaktiert.
Gab es damals irgendwelche Schwierigkeiten?
Nein, überhaupt nicht. Wir waren zwar erst sehr kurz vor dem Spiel da, weil unser Flugzeug verspätet war. Aber ich habe eine sehr gute Erinnerung an dieses Spiel in Kiel. Denn alle Beteiligten haben uns nach dem Finale zu unserer Leistung gratuliert.
Auch die Flensburger?
Die waren natürlich traurig. Aber nach dem Spiel war unser Landsmann Marcin Lijewski, der damals noch in Flensburg spielte, bei uns in der Kabine und hat uns ebenfalls gratuliert. Es gab keinerlei Beschwerden.
Der damalige IHF-Geschäftsführer Birkefeld hat Ihnen 2007 vorgeworfen, das olympische Frauenfinale zwischen Dänemark und Südkorea beeinflusst zu haben. Haben Sie jemals ein Spiel manipuliert?
Nein, das haben wir nie. Wir sind seit etlichen Jahren jetzt Schiedsrichter auf internationaler Ebene, wir hatten eine große Karriere. Wir waren bei zwei Olympischen Spielen, und bei der letzten WM in Kroatien haben wir das Spiel um Platz Fünf geleitet, als Deutschland gegen Ungarn gewann. Damals kamen viele Deutsche auf uns zu und haben uns beglückwünscht. Natürlich sind auch wir keine Maschinen, auch wir haben Fehler gemacht. Aber wir haben nie beabsichtigt, eine Mannschaft zu benachteiligen.




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