Hamburg
Mutter von Lara Mia erneut vor Gericht
Die Mutter des völlig abgemagert gestorbenen Babys Lara Mia muss sich mit ihrem Ex-Freund einem neuen Verfahren in Hamburg stellen. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Leipzig hatte die Bewährungsurteile gegen das frühere Paar aufgehoben - und deutlich gemacht, dass beide in einem neuen Prozess nicht wieder so glimpflich davonkommen dürften. Der Prozess vor dem Landgericht soll am 20. September beginnen, wie Gerichtssprecher Conrad Müller-Horn am Dienstag ankündigte.
Bei ihrem Tod im März 2009 wog Lara Mia nur noch 4,8 Kilo. Für ein neun Monate altes Baby wäre das Doppelte normal gewesen. Die genaue Todesursache blieb allerdings unklar - Rechtsmediziner konnten auch einen plötzlichen Kindstod nicht ausschließen.
Der erste Prozess war unter Ausschluss der Öffentlichkeit gelaufen
Das Hamburger Landgericht verurteilte Lara Mias Mutter und ihren früheren Lebensgefährten im Juli 2010 zu Bewährungsstrafen - wegen gefährlicher Körperverletzung und Verletzung der Fürsorgepflicht, die Mutter noch wegen Misshandlung. Die damals 19-Jährige erhielt eine Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung, ihr drei Jahre älterer Ex-Freund eine Bewährungsstrafe von neun Monaten. Über Monate hätten sie nicht die Geduld aufgebracht, die Kleine ausreichend zu füttern, sagte der Vorsitzende Richter damals. Die Staatsanwaltschaft hatte das Urteil als zu milde angefochten.
Der BGH erklärte, im neuen Strafverfahren müsse eine ganze Palette von Straftaten ins Visier genommen werden - von gefährlicher Körperverletzung bis zum Totschlag. Für den Prozess sind bisher zehn Verhandlungstage geplant, wie Müller-Horn sagte. Der erste Prozess war unter Ausschluss der Öffentlichkeit gelaufen, nur bei Auftakt und Urteil durften Zuschauer und Medienvertreter dabei sein.
(dpa, shz)
Leserkommentare
solange es Vermehrungsgeld f Leute gibt, die alleine nie was hinbekommen werden, frühzeitig Kinder bekommen, um nicht arbeiten zu müssen, solange wird es auch immer solche Fälle geben. Es mögen vielleicht 3% derjenigen sein, die wirklich allles f ihre Kinder tun . Der Rest lebt von dem Vermehrungsgeld-m E müsste das abgeschafft werden. Ich kenne in d nachbarschaft einen Fall, Kind im Bauch und vermehrungsgeld schon verplant( Abzahlung der Schulden, Anschaffung neuer Möbel).Dritte generation Soz(HArtz4). Solange man den Leuten nicht die Grenzen aufzeigt, solange wird der Steuerzahler herhalten müssen. Es bedarf Veränderungen in den gesetzen.
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stimme dem auf jeden Fall zu. 4,8kg sind auf jeden Fall zu wenig für ein 9 Monate altes Kind und hier scheint mir Desinteresse am Kind gewesen zu sein, aber nicht an dem Erziehungsgeld( ich nenne es Vermehrungsgeld) . Und mir kann auch niemand erzählen,dass die so g.Mutter nicht auffiel, dass ihr Kind immer dünner wurde. Ich meine mich zu erinnern, dass die so g.Mutter ziemlich dick war.Damals dachte ich noch: du isst und dein Kind verhungert.Wenn ein Kindes-Leben nur mehr bischen Bewährungsstrafe wert ist, dann wäre LEBEN NICHTS mehr wert.Soweit darf es nicht kommen.Lara Mia hat keine Chance mehr, ihr Leben zu leben. Gefängnis und weg mit den Leuten