Kulturelle Vielfalt der Küste
Rund 30 Veranstalter trafen sich im "Alten Heizwerk", um ihre Zusammenarbeit zu koordinieren. Foto: hn
Nordfriesland. Zum zweiten Mal lud der Vorsitzende des Betreibervereins Messe & Event Nord, Hanno Fecke, die Kultur- und Festveranstalter der Westküste ein. Gegenseitiges Kennenlernen und Berichte über die Pläne für dieses Jahr standen im Fokus der Gespräche.
"Für eine ländliche Region sind eine solche kulturelle Vielfalt und das große Event-Angebot, wie wir es hier finden, etwas Herausragendes", betonte Fecke. Die rund 30 Gäste waren sich einig, dass der Veranstaltungsbereich ein wichtiger "weicher" Wirtschaftsfaktor ist - auch und besonders für den Tourismus an der Westküste.
Die drohenden Kürzungen beim Schleswig-Holsteinischen Landestheater waren ein besonderes Thema. "Man kann durch Kürzungen in der Kultur keinen Haushalt sanieren", sagte Andreas Strähnz, der Chefdramaturg des Landestheaters. "Die Kulturausgaben machen nur ein Prozent des Landesetats aus. Aber die Kultur ist leider nicht im Grundgesetz verankert und somit eine freiwillige Leistung."
"Umso wichtiger ist eine Zusammenarbeit der Veranstalter und Kulturschaffenden untereinander", waren die Teilnehmer einig. Eine gemeinsame Internetplattform wurde diskutiert. Auch auf die Wichtigkeit eines gedruckten Veranstaltungskalenders wurde hingewiesen. Gemeinsam solle das Gespräch mit den Zeitungs- und Magazinherausgebern an der Westküste gesucht werden. Ein solches Veranstaltungsmagazin müsse die Termine der gesamten Westküste enthalten und besonders für Touristen ausliegen.
"Denn neben Landschaft und Natur hat unser Land auch Kultur zu bieten, die es wert ist, in die Urlaubsplanung einbezogen zu werden", so Fecke. "Wir rechnen auch damit", so der Messemanager, "dass das dänische Sønderborg im Jahr 2017 mit seiner Bewerbung Chancen hat, zur Kulturhauptstadt Europas zu werden. Vielleicht ergeben sich dadurch auch neue Möglichkeiten für die Veranstaltungslandschaft an der Westküste."




