Sterbehilfe
Kieler Justizminister begrüßt BGH-Urteil
Schleswig-Holsteins Justizminister Emil Schmalfuß (parteilos) hat das Urteil des Bundesgerichtshofs zur Sterbehilfe begrüßt. Es stärke das Selbstbestimmungsrecht des Patienten und gebe damit ihm, Angehörigen, Ärzten und Betreuern Rechtssicherheit, sagte Schmalfuß am Freitag in Kiel. Der BGH sprach einen Rechtsanwalt aus München vom Vorwurf des versuchten Totschlags frei. Er hatte einer Mandantin geraten, den Ernährungsschlauch durchzuschneiden, über den ihre seit Jahren im Wachkoma liegende Mutter versorgt wurde. Diese hatte ihrer Tochter gesagt, sie wolle in einem solchen Fall nicht künstlich ernährt werden. Schmalfuß wertete die Entscheidung des Gerichts als weiteren Grund dafür, eine Patientenverfügung aufzusetzen.




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