Holzbunges Wehr hat sich den vierten Stern verdient
Holzbunge. Geschafft: Die Freiwillige Feuerwehr Holzbunge hat den vierten Stern. Am Sonnabend stellten sich die Kameraden der Leistungsbewertung "Roter Hahn Stufe IV" und meisterten alle Aufgaben mit Bravour. Viele Dorfbewohner waren auf den Beinen, um ihre Feuerwehr zu unterstützen.
Ordnungsdienst, Theorie, Knoten und Stiche, technische Hilfeleistung und Einsatzübung - nach fast fünf Stunden hatten die Holzbunger Feuerwehrleute unter der Leitung von Wehrführer Ole Bening und Gruppenführer Jörg Höhling ihre Prüfung erfolgreich beendet.
"Besonders beeindruckend war der Vortrag des Sicherheitsbeauftragten Thomas Rath", fand der stellvertretende Kreiswehrführer Fritz Kruse. Rath hatte das Thema "Brandbekämpfung an Photovoltaikanlagen" nach Angaben von Kruse "sachkundig und detailliert dargestellt".
Die Einsatzübung fand auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Hans-Jürgen Wieck statt. "Die Lage: Schwelbrand in einer Werkstatt, in der Lacke, Farben und Klebstoff gelagert wurden. Starke Rauchentwicklung, Kinder sind im Gebäude eingeschlossen", erklärte Hauptbrandmeister Heinrich Babbe aus Bargstedt, Leiter der sechsköpfigen Prüfungskommission. "Wir beurteilen die Taktik und das sinnvolle Vorgehen", erläuterte Sönke Brandstaedter (Rendsburg), der zusammen mit Harald Wende (Barkelsby), Martin Stier (Rodenbek), Jörg Bracker (Aukrug) und Detlef Hartmann (Schinkel) den Einsatz bewertete. Vor allem das Vorgehen der Atemschutzgeräteträger beeindruckte die Prüfer.
Wie hoch die Leistungsfähigkeit der Holzbunger Wehr - in der sich 31 Aktive, sechs Jugendliche in der Jugendfeuerwehr des Amtes, zehn Ehrenmitglieder und 56 Fördermitglieder dem Brandschutz verschrieben haben - einzuschätzen ist, zeigt sich daran, dass jetzt erst drei von 192 Feuerwehren im Kreis Rendsburg-Eckernförde den "Roten Hahn Stufe IV" erreicht haben. Mit Groß Wittensee und Norby sind alle drei Wehren aus dem Amt Hüttener Berge.
"Wir haben Leistungsbereitschaft bewiesen", meinte Ole Bening. Der 38-Jährige ist seit fünf Jahren Wehrführer. Mit der erfolgreich absolvierten Prüfung sei es jetzt vielleicht auch leichter, die Gemeindevertretung von eventuell benötigten Investitionen für Ausrüstung oder Einsatzschutzkleidung zu überzeugen, vermutete er. Bürgermeister Klaus Koll war erfreut über die Leistung der Wehr: "Dass sie den vierten Stern erreicht hat, spricht für die gute Kameradschaft."




