Hitzeschlacht für die Karbyer Orgel
In Schuby am Feuerwehrgerätehaus starteten zwölf Teilnehmer zum vierten "Karbyer Orgellauf". Foto: Steinmetz
Das Thermometer zeigte 31,5 Grad Celsius an. Den 64 Startern beim vierten "Karbyer Orgellauf", veranstaltet vom Förderverein "Karbyer Orgelpfeifen" zum Einwerben von Spenden für die Reparatur der Orgel in der Karbyer Kirche, war am Sonnabend schon vor dem ersten Schritt heiß. Auf ihren Lauf verzichten wollten die Starter in Schönhagen, Brodersby, Schuby, Winnemark und Karby aber nicht. "Wir starten, aber wir nehmen Rücksicht auf das Wetter", sagte Bernd "Benno" Michaelis, Mitglied des Fördervereins, der in den Vorjahren 30 Starter am Feuerwehrgerätehaus begrüßen konnte. Jetzt waren zwölf gekommen. Angesichts der stehenden Hitze verkürzten die Läufer ihre Strecke von fünf auf etwa drei Kilometer. Und auch aus den anderen Startorten waren weniger Teilnehmer Richtung Gemeindehaus Karby aufgebrochen oder aufs Fahrrad gestiegen. "Es zählt die Teilnahme, die Zeiten sind unwichtig", empfing Claudia Schmidt als Vorsitzende der Orgelpfeifen die Teilnehmer. Zur Abkühlung war am Gemeindehaus eine Gartenbrause angeschlossen worden. Aus Schönhagen erreichten nur zwei Starter das Ziel. Viola Kühlcke und Norbert Kummer-Schmidt waren die Strecke in rund 25 Minuten gejoggt.
Am Ende konnte die Mannschaft aus Karby mit 20 Startern den Wanderpokal in Empfang nehmen. Maßgeblichen Anteil daran hatten die Kinder des Kindergartens Sternschnuppe, die auf Inlineskates ihre Runde drehten. So heiß und erschöpft die Sportler und Radfahrer auch am Pastorat ankamen, keiner hatte einen heißeren Job als Gunnar Nehmdahl. Er stand am Grill und drehte die Würste. Denn neben den drei Euro Startgebühr je Läufer wurden Getränke, Bratwürste und Kuchen gegen Spenden abgegeben. "Viele haben auch mehr gegeben", berichte Schmidt, die angesichts der Wetterbedingungen mit dem Ergebnis sehr zufrieden war. Ergänzt wurde der Spendenerlös durch je 100 Euro, die Brodersbys Bürgermeister Christian Schlömer und Damps Bürgermeister Horst Böttcher, die beide teilnahmen, ergänzten. Ob nun schnell oder langsam, jung oder alt, "Hauptsache es macht Spaß", sagte Matthias Gloge, der mit seiner Familie und weiteren Winnemarkern auf Zwei- und Dreirädern mitmachte.
Als am Ende Judith Knüver den Wanderpokal für Karby in Empfang nahm, wurde der Wunsch geäußert, den Lauf nicht einzustellen. Denn wenn im Herbst die Orgel repariert wird, hat sich der Zweck des Fördervereins erfüllt und er soll aufgelöst werden. "Vielleicht kann der Lauf weitergeführt werden, vielleicht mit einem Partner und zu einer anderen Jahreszeit", stellte Schmidt fest. Es müsste sich nur jemand finden, dass zu organisieren.
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