Aschewolke

Hamburger Flughafen bleibt gesperrt

18. April 2010 | 09:24 Uhr | Von pwü/dpa

Hamburger Flughafen in der Nacht zu Sonntag: Kein Flug ging oder kam. Foto: rtn

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Die Flughäfen im Norden bleiben wegen der Aschewolke bis Sonntagabend 20 Uhr gesperrt. Am Sonnabend fielen allein in Hamburg fast 300 Flüge aus.

Die Deutsche Flugsicherung hat die Sperrung des Luftraums über Deutschland wegen der Aschewolke aus Island erneut verlängert. Bis mindestens 20 Uhr wird auch am heutigen Sonntag kein Flugzeug starten oder landen können. Die Deutsche Lufthansa hatte schon vor der Sperrung angekündigt, alle Flüge bis 20 Uhr zu streichen.

Von der Schließung betroffen waren am Sonnabend rund 300 Starts und Landungen sowie rund 25.000 Passagiere. Wann der Flughafen wieder geöffnet werden kann, war zunächst unklar. "Je länger es sich hinzieht, desto schwieriger wird es sein, den Flugverkehr wieder aufzunehmen", sagte Airport-Sprecherin Stefanie Harder.

"Es kommen noch einige wenige, die keine Ahnung haben"

Unterdessen hielt der Andrang auf die Deutsche Bahn, Mietwagenzentralen und die Fähren weiter an. "Wir warten ab und hoffen, dass es irgendwann weiter geht", sagte die Sprecherin. Der Deutsche Wetterdienst mache aber wenig Hoffnung. "Der Vulkan spukt weiter und der Wind weht leider in unsere Richtung", sagte Harder. Auf dem Flughafengelände sei es "absolut ruhig und leer". "Es ist kaum jemand da. Alle wissen, dass der Flughafen geschlossen ist. Es kommen noch einige wenige, die keine Ahnung haben." Einige Mitarbeiter der Fluggesellschaften seien zwar noch im Dienst, es handle sich aber zumeist um eine minimale Besetzung.

Am Hamburger Hauptbahnhof herrschte am Sonnabend reges Treiben. "Vor allem nach Kopenhagen gibt es eine rege Nachfrage", sagte ein Bahnsprecher. Am Morgen wurden vier zusätzliche Busse eingesetzt, die Reisende nach Puttgarden zu den Fähren brachten. Die Reedereien meldeten einen Ansturm auf ihre Flotte. "Gestrandete Reisende auf beiden Seiten der Ostsee brachten kurzzeitig das Telefonnetz zum Kollaps", sagte ein Sprecher der Fähr-Reederei TT-Line. Auch die Fähren der Reederei Scandlines sind in diesen Tagen so stark gefragt wie sonst nur im Hochsommer.


 

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