Langkau-Prozess
Gutachten bestätigt genetische Analysen
Der 38-jährige Thomas Langkau soll vor einem Jahr seine Ehefrau (36) und seine siebenjährige Tochter mit rund 150 Messerstichen getötet und das Haus der Familie in Brand gesetzt haben, um das Verbrechen zu vertuschen. Das Gutachten des Landeskriminalamtes in Kiel bestätigte mit genetischen Analysen, dass das Blut an mehreren bis zu 27 Zentimetern langen Küchenmessern von den beiden Opfern stammte. Der Angeklagte schweigt vor Gericht bislang. Ein Urteil wird nicht vor Mai erwartet.
Experten untersuchten auch Grillanzünder, Streichhölzer und Pfefferspray. Am Tattag soll ein Geschäftspartner dem Angeklagten eröffnet haben, dieser müsse innerhalb von 48 Stunden 380.000 Euro zurückzahlen. Daraufhin hatte der Familienvater die Utensilien zusammen mit dem Messer gekauft und war nach Hause gefahren. Nach einem Streit mit seiner Frau soll er das Verbrechen begangen haben. An der Pfefferspraydose entdeckte das LKA außer Blut der beiden Opfer noch genetische Spuren des Angeklagten. Zudem fanden die Ermittler auch an der Kleidung des Familienvaters - er trug einen teuren Pulli und eine Markenjeans - Blutreste von seiner Tochter und seiner Frau.
Auf seiner Flucht gestand der Mann das Verbrechen in einer E-Mail an shz.de und nannte als Motiv Bedrohungen von Geschäftspartnern. Zudem kündigte er darin seinen Selbstmord an. Als die Polizei ihn wenige Tage nach der Tat in Berlin aufspürte, hatte er Schnitt- und Stichwunden an Hals und Oberkörper, mit denen er ins Krankenhaus gebracht wurde. Auch diese Waffe - ein Filetiermesser - untersuchte das LKA, fand aber ausschließlich Spuren des Angeklagten. Die Verhandlung wird mit dem 15. Prozesstag am 15. März fortgesetzt.




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