Nach Störfall
Erneut Schwachstellen im AKW Brunsbüttel entdeckt
Brunsbüttel. Oberflächenrisse an zwei Armaturen im Atomkraftwerk Brunsbüttel: Betreiber Vattenfall meldete am Montag die Schäden am Reaktorwasserreinigungssystem. Sie wurden untersucht, nachdem im Kraftwerk Krümmel Risse ermittelt worden waren. In Brunsbüttel wurde jetzt auch im Unabhängigen Notstandssystem eine Kleinleckage an einem Messanschluss ausgemacht. Die Funktion als Ersatzsystem zur Kühlung bei einem Störfall sei nicht beeinträchtigt gewesen, teilte das Unternehmen mit. Beide Vorfälle gehörten in die Kategorie "N" (Normal) und hätten daher untergeordnete sicherheitstechnische Bedeutung, hieß es.
Neuer "Kernsicherheitschef" bei Vattenfall
Unterdessen schafft Vattenfall nach den Zwischenfällen in deutschen und schwedischen Atomkraftwerken den neuen Posten eines "Kernsicherheitschefs". Mit wem die neue Stelle besetzt wird, gab der Energiekonzern noch nicht bekannt. Fest steht, dass der "Kernsicherheitschef" dem Konzernchef Lars G. Joseffson direkt unterstellt wird. Außerdem werde Vattenfall einen "Atomsichrheitsrat" für die Gesamtgruppe mit Joseffson an der Spitze einrichten.
Im Juli 2006 waren im Reaktor 1 des Atomkraftwerkes Forsmark nach einem Kurzschluss mit Reaktorstopp Sicherheitssysteme ausgefallen. Im AKW Brunsbüttel hatte ein Kurzschluss im Juni dieses Jahres einen Generator lahmgelegt, in Krümmel war ein Transformatorenhaus nach einem Kurzschluss ausgebrannt. Beide Meiler sind nach diesen Pannen seit Sommer vom Netz.





Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben. Anmelden
Warum muss ich mich anmelden/registrieren?
shz.de distanziert sich prinzipiell von allen in den Leserkommentaren geäußerten Meinungen ohne Rücksicht auf deren Inhalte. Alle Beiträge in den Leserkommentaren geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen der User wieder.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien für Kommentare!