Eiserner Sparwille wirkt sich positiv aus

13. Dezember 2008 | Von be

Investitionen sind wieder in größerem Maße möglich: Die Haushaltszahlen stimmen die Gemeindevertreter in Westerrönfeld optimistisch.

Schulweg soll sicherer werden: Fast 300 000 Euro fließen in die Sanierung des Radweges am Marienwegin Westerrönfeld. Fotos: Becker

"Der Haushalt ist so positiv wie seit neun Jahren nicht mehr", erläuterte der Finanzausschussvorsitzende Herbert Schneider (CDU) das umfangreiche Zahlenwerk des Nachtragshaushalts 2008. Der Etat wurde auf der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag beraten und verabschiedet.

Der Nachtragshaushalt weist zwar geringere Gewerbesteuereinnahmen aus, dafür sind der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer und die Schlüsselzuweisungen kräftig gestiegen. Zudem sind für den Ausgleich eines Fehlbetrages aus dem Jahr 2007 statt der erwarteten 400 000 Euro nur 93 000 Euro angefallen.

Die Amtsverwaltung mit Kämmerer Axel Petersen habe zu diesem guten Ergebnis beigetragen, so Schneider, weil immer auf einen maßvollen Umgang mit den Finanzen gedrängt wurde. "Aber auch den Gemeindevertretern gebührt Dank", betonte Bürgermeister Hans-Otto Schülldorf, "jahrelang wurden keine Luftschlösser gebaut und ein eiserner Sparwille gezeigt."

Der Verwaltungshaushalt konnte im Nachtrag um 301 0 00 Euro auf 5,62 Millionen Euro vermindert werden. Der Vermögenshaushalt sank um 231 000 Euro auf 544 000 Euro. Der Nachtragshaushalt wurde einstimmig beschlossen.

Fast 300 000 Euro werden im kommenden Jahr in die Sanierung des Radweges am Marienweg investiert. "Damit machen wir den Schulweg sicherer", betonte Schülldorf. Viele Schüler fahren auf dem Weg vom und zum Kanaltunnel lieber auf der Straße als den holperigen Radweg zu benutzen. Die Erneuerung der Wasserversorgung am Danziger Weg ist bereits in vollem Gange. Die Sanierungsmaßnahme wird 155 000 Euro kosten, die im Nachtrag bereitgestellt wurden.

Der Verwaltungshaushalt 2009 wurde mit 5,84 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt mit 846 000 Euro einstimmig beschlossen. "Zum Ende nächsten Jahres rechnen wir mit einer allgemeinen Rücklage von 295 000 Euro", erklärte der Finanzausschussvorsitzende. Darüber freute sich auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Heino Hansen: "Dass wir am Ende des Jahres noch Geld übrig haben, ist lange her."

"Wir haben Geld, aber wir müssen sorgsam damit umgehen", stellte Herbert Schneider fest. Der erwartete Konjunkturabschwung werde auch Westerrönfeld treffen: "Keiner weiß, wann es dann wieder bergauf geht."

Das Gewerbegebiet soll in südliche Richtung erweitert werden. 40 000 Euro werden für Planungskosten bereitgestellt. Durch die Einrichtung eines kommunalen Seniorenbeirates soll älteren Einwohnern die Möglichkeit gegeben werden, sich konstruktiv an politischen Themen zu beteiligen. In den Ausschüssen soll die konkrete Umsetzung des Beschlusses, der "Politik mit den Älteren" fördern soll, erarbeitet werden.

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