Mai-Krawalle in Hamburg

"Die Gewalt wurde unerwünscht importiert"

02. Mai 2008 | 19:21 Uhr | Von Hauke Mormann

Mehrere tausend Menschen demonstrieren gegen einen Neonazi-Aufmarsch. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort, um ein Aufeinandertreffen von rechten und linken Gruppen zu verhindern. Foto: dpa

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Das Ausmaß der Krawallen in Hamburg hat die Sicherheitskräfte überrascht. Polizeipräsident und Einsatzleiter ziehen Bilanz.

Es waren die schwersten Krawallen in Hamburg seit Langem. Laut Polizeipräsident Werner Jantosch war der Einsatz für die Polizei ein anderer als sonst. "Einmal wegen der Anzahl der Rechten - wir hatten etwa 1500, die in Hamburg eingefallen waren - aber darüber hinaus auch wegen der hohen Gewaltbereitschaft der Rechten." Diese Gewalt sei "unerwünscht importiert" worden, so Jantosch. Von 59 Festgenommenen kamen 15 aus der Hansestadt, die übrigen waren aus anderen Bundesländern oder Nationen angereist. Nur elf der Festgenommenen waren älter als 18 Jahre. Insgesamt nahm die Polizei 162 Randalierer aus der rechten und linken Szene fest.

Weniger überraschend war für Jantosch die Gewaltbereitschaft bei den Linken. "Wir hatten jedoch Erscheinungsformen, wie wir sie in Hamburg noch nie erlebt haben. Menschen, die nur so aussahen, als könnten sie Rechte sein, wurden vom Fahrrad gezogen und geschlagen", erkärte Jantosch. Er fasste das mit den Worten zusammen: "Der Mob hat sich ausgetobt."

Polizei-Einsatzleiter kritisiert Gerichtsentscheidung

Polizei-Einsatzleiter Peter Born kritisierte die Entscheidung des Hamburger Oberverwaltungsgerichts. Danach durfen linke und rechte Gruppen sehr nah beieinander marschieren. "Wir mussten unsere Einsatztaktik kurzfristig umstellen, weil uns das Urteil des Gerichts erst gegen 22.45 Uhr am Mittwoch erreicht hatte." Auch Polizeipräsident Jantosch hielt die Gerichtsentscheidung für "mehr als unglücklich". Doch die Polizei müsse sich der deutschen Gerichtsbarkeit fügen.

Weshalb es überhaupt zu so schweren Ausschreitungen kommen konnte, erklärte Born so: "Rund 400 autonome Nationalisten haben auf ihrem Weg in die Stadt rund 600 autonome Linke erkannt. Die Gruppen gingen an einer Stelle aufeinander los, an der keine Polizei eingsetzt war. Da mussten wir uns dazwischen werfen." Dabei sprach Born von einem erfolgreichen Eingriff. "Wir konnten relativ zügig handeln, sonst wären sicherlich Tote zurück geblieben."

Resümee: "Das Ziel wurde erreicht"

Im Schanzenviertel gingen die Krawallen in der Nacht weiter. Dabei gab es 18 brennende Müllcontainer oder Barrikaden, ein Auto wurde angezündet, eines umgeworfen. Born: "Bis 2.30 Uhr dauerten die Auseinanderrsetzungen mit der Polizei an."

Seit der Nacht zum 1. Mai registrierte die Polizei insgesamt 51 Sachbeschädigungen durch die Randalen. Das Resümee von Polizeipräsident Jantosch fällt trotzdem positiv aus: "Ziel war es, linke und rechte Gruppen zu trennen. Und das ist letztlich gelungen."


 

Leserkommentare

 
TORSTEN WASSMANN 03.05.2008 21:41
Richtigstellung der Berichterstattung zur Gewaltbereitschaft der sogenannten Neo-Nazis

Seit dem Abend des 1.Mai überschlagen sich die etablierten Medien bundesweit wegen der "schlimmsten Ausschreitungen in Hamburg seit der Hafenstraße". Obwohl anhand der Faktenlage klar ist, dass Gewalt und Sachbeschädigungen von linken Chaoten ausgelöst und begangen worden sind, versuchen Polizei und etablierte Medien, uns für den roten Terror im Stadtteil Barmbek verantwortlich zu machen. Hauptsächlich geht es um die kurze offene Konfrontation auf der Kreuzung Rübenkamp / Lauensteinstraße, die sich auf dem Anmarsch zum Startpunkt der Demo ergeben hatte. Hierzu berichtet ein führender Beteiligter, wie sich die Lage dort tatsächlich entwickelt hatte:

"Wir wurden mit den Sonderbussen aus Wellingsbüttel zu dieser Kreuzung gebracht, wo bereits rund 150-200 Kameraden standen. Im Rübenkamp befanden sich in etwa 300 Metern Entfernung mehrere Hundert linke Krawallmacher, die von der Polizei aufgehalten wurden. Ebenso zog die Polizei eine Kette direkt vor uns. Wir standen also im Kreuzungsbereich, waren umgeben von Polizei und konnten unseren Weg zum Versammlungsort nicht mehr fortsetzen. Nach etwa 10 Minuten Stillstand entdeckten wir seitlich eine Lücke in der Polizeikette, durch die wir auf den Jahnring Richtung Alte Wöhr hätten gelangen können. Diese Chance haben wir dann genutzt. Zu diesem Zeitpunkt war noch gar nicht abzusehen, dass plötzlich von der Lauensteinstraße ein größerer Mob Linksautonomer herankommen würde. Zwar hatten wir beobachtet, dass mittlerweile mehr Linke aus der Lauensteinstraße an die Kreuzung herangerückt waren, aber es befand sich ja noch Polizei auf der Kreuzung und die Zahl der Linken war noch überschaubar klein. Uns ging es in dieser Lage darum, möglichst schnell unseren Weg zur Alten Wöhr fortsetzen zu können, um nicht endgültig eingekesselt zu werden und damit ein leichtes Ziel für linke Steinewerfer zu sein. Unser Fortkommen war durch den Rübenkamp nicht mehr möglich, also zogen wir schnell durch die Lücke in der Polizeikette auf die Jahnbrücke. Erst in diesem Moment erkannten wir, dass aus der Lauensteinstraße ein sehr großer Mob Linksautonomer auf uns zugelaufen kam und die Polizei nicht mehr da war. Aus Erfahrung weiß man, dass in so einer Situation nur bestehen kann, wer zuerst auf den Gegner zuläuft. Hätten wir das nicht getan, hätte es vielleicht wirklich Tote gegeben – und zwar auf unserer Seite! Wir haben in dieser Situation also genau das richtige getan: Um uns selbst zu schützen, sind wir den Linken sofort entgegen gelaufen, um sie in die Flucht zu schlagen. Die Fernsehaufnahmen zeigen deutlich, dass unser Konzept aufgegangen ist. Die linksautonomen Angreifer flüchteten, die Kreuzung war freigeräumt, die Polizei hatte jetzt Gelegenheit, die Kreuzung zu besetzen, ehe die Linken einen neuen Anlauf nehmen würden und wir konnten unseren Weg über die Jahnbrücke zur Alten Wöhr fortsetzen. Wären wir tatsächlich nur an sinnloser Gewalt interessiert gewesen, dann hätten wir ja auch stehen bleiben und auf den nächsten linken Angriff warten können. Stattdessen sind wir aber zügig weiter zum Demostartpunkt gegangen. Diese Schilderung wird von vielen Beteiligten und auch durch Fernsehaufnahmen bestätigt. Die Gewalt ging hier klar erkennbar nicht von uns aus, wir haben uns lediglich gegen den linken Angriffsversuch erfolgreich zur Wehr gesetzt."

Damit ist der maßgebliche Punkt der polizeilichen und medialen Gewaltlüge widerlegt.

Ein weiteres Beispiel ist der Vorfall am Bahnhof Habichtstraße. Wie bereits berichtet, haben sich dort rund 50 Kameraden gegen eine große Übermacht Linker verteidigen müssen. Nicht, weil sie diese Situation gewollt oder herbeigesehnt haben, sondern weil sie als Auswärtige aufgrund fehlender Ortskenntnis ohne es zu wissen am falschen Bahnhof ausgestiegen sind. Und zunächst war der Bahnhof auch noch ruhig, bis dann auch hier ein großer Mob linksautonomer Gewaltkrimineller angelaufen kaum und die Kameraden nur knapp Leib und Leben retten konnten, indem sie die Bahnhofseingänge verteidigten, bis die Polizei ihnen zur Hilfe kam. Auch hier bleibt die klare Erkenntnis: Die Gewalt kam von Links!

Die "Hamburger Morgenpost" hat am heutigen Sonnabend eine ganzseitige Stadtteilkarte von Barmbek veröffentlicht, wo die "Spur der Verwüstung" mit hübschen Feuergrafiken dargestellt ist. Wohin man auch schaut: Überall waren es ausschließlich Linke, die gebrandschatzt, beschädigt und randaliert haben. Es waren Linke, die völlig sinnlos ein Reifenlager angezündet haben, welches weit entfernt von unserer Demonstrationsroute lag. Es mag wohl Ironie des Schicksals sein, dass diese linken Multikulti-Fanatiker damit ausgerechnet die Firma eines farbigen Ausländers in den Bankrott getrieben haben. Es waren Linke, die am Rübenkamp auf dem Krankenhausgelände ohne Rücksicht auf die Patienten Container angezündet haben und sogar in die Zimmer der Patienten eingedrungen sind, um von dort aus Gegenstände auf unseren Demonstrationszug zu werfen. Es waren Linke, die völlig sinnlos das Lokal "Lesecafé" im Stadtpark gestürmt und auf die Gäste eingeschlagen haben, obwohl sich in diesem Lokal definitiv niemand von uns befunden hatte und das Lokal weitab unserer Demo lag. Es waren Linke, die wahllos Reisebusse und Privatfahrzeuge an der Saarlandstraße niedergebrannt haben. Es waren Linke, die immer wieder von verschiedenen Stellen aus unsere Demoteilnehmer mit Steinen beworfen haben, was zu mehreren Leichtverletzten und einem schwerer Verletzten führte. Da die Polizei nicht in der Lage war, dies zu unterbinden und erkannte linke Straftäter zu fassen, kann sich niemand darüber beschweren, wenn Demoteilnehmer selbst dazu übergehen, linke Steinerwerfer zu verfolgen und festzusetzen. Dazu hat bekanntlich Jedermann das Recht. Es waren Linke, die in der Station Sengelmannstraße eine U-Bahn mit Steinen entglast hatten, obwohl für sie deutlich zu erkennen war, dass neben unseren Demoteilnehmern auch viele unbeteiligte Bürger in den Abteilen saßen. Es waren Linke, die ganz gezielt Sprühflaschen mit Benzin mitführten, um effektiver Brände legen zu können. Es waren Linke, die mehrfach Brände auf S-Bahngleisen legten. Wohin man auch schaut: Die Gewalt und Zerstörung kam von Links!

Medienberichten zur Folge sollen immerhin zwei linke Brandstifter gefasst worden sein und wurden auch schon dem Haftrichter vorgeführt. Unklar ist wohl noch, welche Brandstiftungen ihnen zugeordnet werden können. Kameraden, deren Busse und Pkw in Brand gesteckt worden sind, sollten aber auf jeden Fall Strafanzeige stellen und die Busunternehmen bzw. Versicherungen darauf hinweisen, dass bereits mögliche Täter erfasst worden sind. Wird ein teurer Spaß für die linken Chaoten, aber vielleicht bekommen sie ja das Geld von den gutmenschlichen Ladenbesitzern an der Fuhsbüttler Straße, die sich alle so tapfer gegen Rechts gestellt haben.

Der oberste Verwaltungsgerichtspräsident weigert sich noch, die maßgebliche Verantwortung des Oberverwaltungsgerichtes durch dessen weltfremdes Urteil anzuerkennen. Seine Versuch, die Verantwortung abzuwälzen, wirkt allerdings nicht weniger weltfremd, als das Urteil der zuständigen Richter. Angeblich hätte die zeitliche Trennung der beiden Demonstrationen – die gerade mal 2 Stunden betrug – ausreichen können, um beide Demonstrationen nacheinander auf den gleichen Straßenzügen stattfinden zu lassen. Möglicherweise stellen sich solche Richter den Ablauf einer Demonstration ähnlich planmäßig vor, wie das S-Bahnfahren: Erst fährt die eine Bahn, und wenn die weg ist, fährt die nächste. Dumm nur, wenn die nächste Bahn gar nicht mehr fahren kann, weil die erste immer noch da steht. Noch absurder ist die Aussage des Verwaltungsgerichtspräsidenten, dass die Ausschreitungen weit ab der Demonstrationsrouten stattgefunden hätten. Vielleicht will der Mann es nicht wahrhaben oder er kennt sich in Hamburg nicht aus: Die massivsten Probleme mit dem linkskriminellen Mob ergaben sich genau dort, wo wir eigentlich hätten marschieren sollen. Auch die Schutzbehauptung, dass es auch ohne das Urteil des OVG zu solchen Ausschreitungen gekommen wäre, ist schlichter Unsinn. Natürlich hätte es linke Gewalt gegeben, aber die ursprünglich vorgesehenen Demonstrationsrouten hätten eine Trennung aufgrund der örtlichen Gegebenheiten sehr viel leichter ermöglicht. Vor allem trug das polizeiliche Konzept der Tatsache Rechnung, dass wir die Erstanmelder waren und zuerst einen Anspruch auf den Stadtteil Barmbek-Nord hatten. Dieses Recht haben uns die Richter des OVG schlicht und ergreifend genommen.

In der Summe der Dinge steht fest: Die Gewalt ging von Links aus und wurde von uns nur in wenigen Situationen gezügelt, wo es definitiv um Leib und Leben unserer Teilnehmer ging und die Polizei nicht mehr imstande war, ihre Aufgabe wahrzunehmen. Dieses Recht auf Selbstschutz werden wir auch künftig überall dort praktizieren, wo der kriminelle linke Mob, unterstützt und aufgestachelt durch linke etablierte Medien, Politiker und Gutmenschen, uns an Leib und Leben bedroht, wie es am 1.Mai in Barmbek der Fall gewesen ist.

TORSTEN WASSMANN 03.05.2008 23:27
Kommentar "Richtigstellung...." (siehe oben)

Ich möchte nicht vergessen zu erwähnen das der oben geschriebene Text nicht aus meiner Hand stammt.Ich habe diesen lediglich von einer Netzseite kopiert weil er meine Eindrücke,die ich auf der Demonstration sammeln konnte genauso wiederspiegelt.Verfasst wurde der Text von der Versammlungsleitung.Diese Schilderung kann ich aber genauso bestätigen.

GERD 04.05.2008 03:07
Menschen-Verdummung durch die Presse wie in der DDR !

Die Berichterstattung vieler Medien kommt mir vor wie zu DDR-Zeiten. Ich las gestern zunächst den Polizeibericht auf
www.presseportal.de/polizeipresse/pm/6337/1183082/polizei_hamburg
Abends hörte ich dann auf NDR1 , dass "laut Polizei" die NPD-Anhänger sehr gewalttätig und für die Straftaten verantwortlich sein sollen. Komisch nur, dass im Polizeibericht gar nichts davon steht. Im Gegenteil, da wird mehrfach ausdrücklich die Gewalt der linken Störer beschrieben.



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