WISSENSCHAFT IM NORDEN

 

Klimaschutz

CO2-Pipeline in den Norden?

31. August 2008 | Von sh:z

Kiel. Zwei Wochen nach dem Kohlendioxid-Unfall in einem Lack-Lager in Mönchengladbach mit 107 Verletzten hat der Energieversorger RWE Pläne für eine CO2-Pipeline quer durch Deutschland bestätigt. In Hürth bei Köln soll für zwei Milliarden Euro ein neues Braunkohle-Kraftwerk entstehen, dessen abgetrenntes Kohlendioxid durch eine Gasleitung nach Schleswig-Holstein geführt und dort in unterirdischen Speichern eingelagert wird, kündigte eine Sprecherin des Tochterunternehmens RWE Dea an. Das Genehmigungsverfahren für die Pipeline solle noch dieses Jahr angestoßen werden. Zurzeit prüfe RWE Dea, ob es in Nordfriesland geeignete Gesteinsschichten zur Lagerung von Kohlendioxid gebe. Dabei handele es sich um porösen Sandstein, der das Gas in flüssiger Form "wie ein Schwamm" aufnehmen könne.

Doch im Norden formiert sich Widerstand: Der Kieler Wirtschaftsminister Werner Marnette (CDU) zeigte sich von dem Vorstoß gegenüber Schleswig-Holstein am Sonntag überrascht. "Das war mit uns nicht abgesprochen." Bisher gebe es nicht einmal Genehmigungen für geologische Voruntersuchungen.


 

Leserkommentare

 
INSULANER 31.08.2008 23:32
Da stimmt doch was nicht...

Als erstes finde ich, dass es in Zeiten wo sicher jeder über den Klimawandel aufregt, Irrsinn noch neue Braunkohlekraftwerke zu bauen, man beachte den Wirkungsgrad und den Ausstoss von SO2 und anderen Treibhausgasen. Und dann wollen die den Mist zu uns nach Nordfriesland blasen, auch wenn unterirdisch ist, ist es ein schlechte Werbung für uns.
Als vergleich die ganze Republik regt sich auf das der Müll aus Neapel in Deutschland verbrand wird, aber auf der anderen Seite, Kraftwerksabgase aus Industriestandorten durch halb Deutschland in Erholungsgebiete mit ausgedehnten Naturschutzgebieten blasen.
Also ihr schlauen Leute von nimmt RWE nehmt lieber die Milliarden die, die Pipeline gekostet hätte und last euch was vernünftiges einfallen.

KURT ERKRATH 01.09.2008 00:57
CO2-Pipeline in den Norden!

Man hat den Eindruck, da suche jemand nicht ohne Grund eine möglichst dünn besiedelte Gegend möglichst weit weg vom CO2-Erzeuger. Wenn dann durch Schlampigkeit oder durch leider übersehene Undichtigkeit der Gesteinsschicht doch mal was austritt, sind die Menschenopfer begrenzt.
Auf was für abartige Ideen müssen diese Leute eigentlich noch kommen, bevor man sie in ihre Schranken verweist?

KAI B. AUS NORDFRIESLAND 03.09.2008 18:24
Kein Vertrauen

Vertraut wirklich noch jemand den Aussagen von Energieversorgern?
Die pumpen uns mit CO2 voll, sahnen die Gewinne daraus ab und machen sich aus dem Staub. Mit den Schäden, wie z.B. jetzt im Entlager Asse, sitzen wir dann allein da.
Nordfriesland ist ja auch schön weit weg von NRW.
Bürger und Politiker Schleswig-Holsteins und Nordfrieslands laßt Euch das nicht gefallen!!!!



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