Atomkraftwerk
Brunsbüttel soll bis 2010 laufen
Seit Sommer vom Netz: Die Zeit, die das Atomkraftwerk Brunsbüttel keinen Strom produziert, wird an die Restlaufzeit angehängt. Foto: dpa
Das seit einer Pannenserie im vergangenen Sommer stillgelegte Atomkraftwerk Brunsbüttel wird frühestens zum Anfang 2010 endgültig vom Netz genommen. Die Abschaltung des Meilers werde sich wegen der vorübergehenden Stilllegung um mindestens ein Dreivierteljahr verschieben, teilte der Betreiber Vattenfall Europe auf ddp-Anfrage mit.
Die Reststrommenge für den Meiler gemäß Atomkonsens betrage rund elf Milliarden Kilowattstunden, erklärte Konzernsprecher Ivo Banek. Bei Normalbetrieb könne das AKW damit noch 22 Monate am Netz bleiben. Würde der Meiler bereits in den kommenden Tagen ans Netz gehen, müsste er erst im Februar 2010 abgeschaltet werden. Ursprünglich sollte das AKW bereits im Frühjahr 2009 noch vor der Bundestagswahl stillgelegt werden.
Noch kein Antrag zum Wiederanfahren
Unklar ist aber weiterhin, wann die beiden derzeit stillstehenden Reaktoren Krümmel und Brunsbüttel wieder ans Netz gehen können. "Uns liegen noch keine Anträge zum Wiederanfahren vor", sagte der Sprecher der Kieler Reaktoraufsicht, Oliver Breuer, auf ddp-Anfrage. Er fügte hinzu: "In beiden Fällen sind sowohl die Sanierung der nicht-fachgerechten Dübelverbindungen als auch die Behebung der Risse in den Armaturen noch nicht beendet."
Sowohl Vattenfall als auch das schleswig-holsteinische Sozialministerium wollen derzeit keinen Zeitpunkt für das Wiederanfahren nennen. Jedes Datum wäre aus der Luft gegriffen, sagte Banek. Derzeit sind seinen Angaben zufolge neben den Stammbelegschaften jeweils mehrere hundert Experten mit der Aufarbeitung der Störfälle und technischer Probleme vom Sommer vergangenen Jahres beschäftigt.
Krümmel war nach einem Störfall am 28. Juni 2007 vom Netz genommen worden, Brunsbüttel nach einer Pannenserie am 18. Juli vergangenen Jahres.





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