Vulkanasche
Airlines bleiben auf Ausfallschäden sitzen
Diese Information bestätigte Lufthansa-Sprecherin Claudia Lange am Freitag der Wirtschaftsnachrichtenagentur Dow Jones Newswires in Frankfurt am Main. Eine Sprecherin von Air Berlin äußerte sich gleichermaßen. Noch sei allerdings nicht absehbar, welches Ausmaß Flugstornierungen und Verspätungen annehmen werden, sagte Lange. Aus diesem Grund könne die wahrscheinliche Höhe des Schadens derzeit nicht beziffert werden. Normalerweise gibt täglich weltweit 1900 Lufthansa-Flüge. Bei Air Berlin und der Tochter LTU sind es täglich 600. Auch hier war nicht absehbar, wie viele Flüge ausfallen und wie hoch der Schaden sein wird. Wegen der Aschewolke sind fast alle deutschen Flughäfe, darunter auch der größte in Frankfurt am Main, gesperrt.
Viele Reisende steigen offenbar auf die Deutsche Bahn um. "Wir merken ein erhöhtes Verkehrsaufkommen", sagte ein Sprecher in Berlin. Daher befänden sich alle zu Verfügung stehenden Züge auf der Schiene. Zudem würden zusätzliche Mitarbeiter eingesetzt.
Die deutschen Spediteure sehen sich indes nicht als Profiteur. "Ich glaube nicht, dass viel auf die Straße verlagert wird", sagte Martin Bulheller vom Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung. Zum einen sei die Aschewolke lediglich ein vorübergehendes Phänomen, zum anderen habe die Luftfracht nur einen verschwindend geringen Anteil an der Gesamtmenge des Güterverkehrs in Deutschland. Daher würde man eine Verlagerung der Luftfracht auf die Straße auf den Autobahnen nicht merken, erläuterte Bulheller.
Die Aktie der Lufthansa gab bis zum späten Vormittag 2,1 Prozent auf 13,00 Euro nach und ist damit stärkster Verlierer im DAX. Air Berlin fielen um 1,3 Prozent auf 4,27 Euro zurück.




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