Abstieg in den alten Sanitätsbunker

29. Dezember 2009 | Von sen

Norbert Kohlmorgen kurbelt Frischluft in den Bunker.

Neumünster. Rund 40 Geschichtsinteressierte wagten am Sonntag in der Scholtz-Kaserne am Haart den Abstieg. Im alten Lazarettbunker unter der ehemaligen Kaserne ist der Kalte Krieg nach wie vor präsent. Organisiert wurde die etwas andere Führung vom Verein "Unter Hamburg e.V."

Die Schriftsteller Timo Lumma und Pascal Schlüter führten durch den Bunker. "Das Reserve-Lazarett wurde 1969 für schwer verwundete Soldaten der Heimatschutzbrigade 51 und der 6. Panzergrenadierdivision errichtet", erzählte Lumma. Auf 1700 Quadratmetern gibt es über 300 Betten und 250 Schutzplätze. Der Bunker sollte einer Atombombe von der Stärke einer Hiroshimabombe standhalten, wenn diese in einem Kilometer Entfernung einschlüge. Der Bunker würde heutigen Waffen nicht standhalten. Man bräuchte nicht mal eine Atombombe", sagte Lumma. Die Teilnehmer waren beeindruckt. "Man fährt täglich vorbei und ich habe mich schon oft gefragt, wo diese Treppe neben dem Wirtschaftsgebäude hinführt. Ich bin froh, dass dieser Bunker nie zum Einsatz kam", sagte Kirstin Graupe.


 

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